Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Heimatfreunde: Burgspiele stehen im Juni auf dem Programm

Auf Burg Nanstein präsentieren die Heimatfreunde „Das Wirtshaus im Specktal“.
Auf Burg Nanstein präsentieren die Heimatfreunde »Das Wirtshaus im Specktal«.

Kaum waren die Burgerlebnistage vorüber, ging es in den Endspurt für die Theaterpremiere der Burgspiele am 25. Juni auf Burg Nanstein. Eine große Verschnaufpause gibt es bei den Heimatfreunden Landstuhl nicht.

Die Truppe um Frank Zimmer, Vorsitzender der Heimatfreunde, hat stets viel zu tun. Das fällt nicht jedem auf. Die große Arbeit hinter den Kulissen sieht man schließlich nicht. Zudem mag manchem auch nicht bekannt sein, wie viele Aufgaben die Heimatfreunde sich auferlegt haben.

Allein die völlige Neukonzeption des Museums in der Zehntenscheune inklusive der darin vorgesehenen Veranstaltungsreihe „Kultur unterm Fachwerk“ war mit großem Aufwand verbunden. Auch die erfolgreichen Burgerlebnistage mit dem Sickingen-Gedenken mussten organisiert und mit Tatkraft durchgeführt werden. Parallel zu alldem laufen die Planungen zum siebten Sickingen Highlander-Festival, das am 2. und 3. September über die Burgbühne gehen soll. Und wäre das alles inklusive der 16 Theatervorstellungen noch nicht genug, steht auch noch „Celebramus 2023“ an. Schließlich sind im nächsten Jahr 700 Jahre Landstuhler Stadtrechte und der 500. Todestag Franz von Sickingens Anlässe genug, eine ganze Reihe von größeren und kleineren Veranstaltungen stattfinden zu lassen.

28 Akteure auf der Bühne

Veranstalter ist die Sickingenstadt Landstuhl, Ausrichter sind die Heimatfreunde. In der Praxis sieht das so aus: Es gibt ein Organisationsteam, dem neben dem Stadtvorstand auch Frank Zimmer angehört. Dieses Team prüft die Vorschläge der Heimatfreunde und segnet sie bei Gefallen ab. „Dass die Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Schirmherrschaft für ,Celebramus’ übernommen hat, unterstreicht die Bedeutung des Jahres für die Sickingenstadt“, konstatiert Zimmer.

Der Vorsitzende ist sich im Klaren darüber, dass all dies nicht zu stemmen wäre, hätte er nicht eine ganze Reihe fleißiger Mitstreiter an seiner Seite. Rund 70 Aktive zählt der Verein – Burgspieler, Highlander und deren Angehörige, die alle kräftig mit anpacken. Bei den diesjährigen Burgspielen werden 28 Akteure auf der Bühne stehen, für die „Das Wirtshaus im Specktal“ auf dem Spielplan steht. Dabei handelt es sich um die pfälzische Adaption des bekannten Wirtshauses im Spessart, das vor allem durch die Filmkomödie mit Liselotte Pulver bekannt geworden ist. Nur steht eben dieses Wirtshaus nicht im Spessart, sondern irgendwo im Specktal. „Ansonsten ist vieles übernommen: Humor, Romantik und natürlich auch Musik, klar, auch „ach das könnte schön sein“, erklärt Zimmer, der nicht nur die pfälzische Fassung geschrieben hat und Regie führt, sondern außerdem noch einen der Räuber mimt.

Karten nun auch online kaufen

Auf eine Neuerung weist Zimmer besonders hin: „Ab diesem Jahr arbeiten wir mit dem Ticketanbieter Reservix zusammen und bieten somit die Möglichkeit, die Karten auch online zu kaufen.“ Die einzelnen Veranstaltungen sind auf der Internetseite www.heimatfreunde-landstuhl.de aufgeführt. Von dort aus kann man sich direkt bei Reservix einwählen. Natürlich gibt es auch weiterhin Karten bei der Landstuhler Buchhandlung Stützel und an der Abendkasse.

Eigentlich gibt es im nächsten Jahr noch ein – wenn auch kleineres – Jubiläum zu feiern: 60 Jahre Burgspiele Landstuhl. Seit 1963 wird auf der Burg durch die Spielgruppe der Heimatfreunde Theater gespielt, viele Jahrzehnte unter der Leitung des Gründers und Ehrenvorsitzenden Theo Schohl. Seit den 1980er Jahren werden die Theaterstücke in westpfälzischer Mundart gespielt. Die Anzahl der Spieler, die in diesen sechs Jahrzehnten die vielen tausend Besucher des „etwas anderen Theaters“ durch ihre Darbietungen erfreut haben, lässt sich heute kaum nachvollziehen. In diesem Zusammenhang nennt Zimmer zwei Namen, an die sich wohl viele Besucher noch gerne erinnern: Walter Brandl und Konrad Eisenhauser.

Frank Zimmer
Frank Zimmer
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