Kreis Kaiserslautern Haltestelle wird komfortabel ausgebaut

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Einmütig votierten die Mitglieder des Gemeinderates Sembach in ihrer Sitzung am Donnerstagabend dafür, dass in Zukunft auch Bürger mit Beeinträchtigungen den Bus vom Ort aus problemlos nutzen können – Stichwort: Barrierefreiheit. Nach langer Vorlaufzeit fiel der Startschuss für die Sanierung der Elektrik in der Mehrzweckhalle.

Alles war irgendwie ein wenig anders zu Beginn der Ratssitzung. Traditionell tagt das Gremium in Sembach um 19 Uhr im Bürgerhaus. Diesmal standen Gemeinderäte und Gäste noch 20 Minuten später diskutierend im abendlichen Sonnenschein. „Die Verwaltung hat versehentlich 19.30 Uhr als Sitzungsbeginn angegeben“, erklärt Ortbürgermeister Fritz Hack (SPD). „Aber ich kann mich kaum bewegen, den ganzen Tag habe ich auf dem Schlepper gesessen“, klagte Landwirt Hack, während er dann schließlich sehr gemächlich die erwartungsvolle Schar in den Sitzungssaal führte. „Die Verspätung hat ja auch Vorteile“, meinte der Ortschef, „jetzt ist der Rat komplett anwesend.“ Voll und ganz einer Meinung waren die Ratsmitglieder und der Ortsbürgermeister beim Tagesordnungspunkt „Haltestelle an der Hauptstraße 34“. „Die alte Scheune auf dem Flurstück ist abgerissen, der Grund gehört der Gemeinde. Wir können dort eine barrierefreie Haltestelle bauen“, erklärte Hack, „außerdem steht Fördergeld für 85 Prozent der Baukosten in Aussicht.“ Einigkeit im Rat herrschte nun auch in der Frage der Sanierung der elektrischen Anlage in der Mehrzweckhalle. In den beiden vorangegangenen Sitzungen des Gremiums hatten einige massiv Einspruch erhoben gegen den Umfang und die Kosten einer zu erneuernden Elektroinstallation. „Wir haben uns zweimal mit den zuständigen Ratsmitgliedern getroffen“, erläuterte Bauamtsleiter Egon Wolf. „Die Leitungen sind in einem schlimmen Zustand. Einzig die Stromversorgung der Bar kann so bleiben“, sagte Wolf, „wir haben aber die Bedenken der Ratsmitglieder eingearbeitet und sind uns jetzt einig über alle Sanierungsmaßnahmen, die erforderlich sind.“ Zur Neuauflage des ersten und ältesten Bebauungsplans im Sembacher Gewerbepark ließ der Bauamtsleiter den Rat wissen, dass zu den geplanten Veränderungen weder Stellungnahmen von Behörden noch aus der Öffentlichkeit eingegangen seien. Einige Flächen, auf denen Gebäude errichtet werden dürften, wurden korrigiert. Auch die eine oder andere Grünfläche sehe nun anders aus, teilte der Bauamtsleiter mit. Der Bebauungsplan wurde einstimmig als Satzung verabschiedet.

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