Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Hütschenhausen: Verbandsgemeinde will Hochwasserschutzkonzept erstellen

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Nach dem Starkregen, der am 19. Mai über Teilen der Verbandsgemeinde (VG) Ramstein-Miesenbach niederging, will die VG ein Hochwasserschutzkonzept erstellen lassen. Das teilte Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) bei einer Informationsveranstaltung in Katzenbach mit.

25 betroffene Bürger aus dem Ortsteil Katzenbach waren der Einladung gefolgt. Neben Katzenbach waren vor allem Ramstein, Weltersbach, Schrollbach und Niedermohr von dem Unwetter am 19. Mai schwer getroffen worden. Rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter prasselten vom Himmel, erläuterte Hechler (CDU). Bei dem Gewitter seien Teile von Katzenbach „regelrecht abgesoffen“. Schlammlawinen hatten Keller und Höfe sowie Gärten überflutet (wir berichteten).

Orts- und Verbandsgemeinde hatten Container und Entsorgungsmöglichkeiten gestellt. Auch die Kosten für zusätzliche Wassermengen und Strom für Trocknungsgerät seien übernommen worden. Für „passiven Schutz“ bietet die Verbandsgemeinde befüllte oder auch ungefüllte Sandsäcke kostenlos an. Die Kanalsysteme in der Ortslage Hütschenhausen, Spesbach und Katzenbach seien bereits saniert und für in Ordnung befunden worden, sagte Hechler.

Rückhalteflächen: Schon Zusagen von Bürgern

Der Eigenschutz mit Rückschlagklappen, wobei das Dachflächenwasser ebenfalls berücksichtigt werden müsse, wurde ebenso angesprochen wie Engpässe bei den Bachdurchlässen. Ralf Hechler informierte auch darüber, dass die Verbandsgemeinde eine Hochwasserschutzkonzeption für die gesamte Verbandsgemeinde in Auftrag geben wird und in den jeweiligen Ortslagen mit den Grundstückeigentümern und sachkundigen Bürgern die Möglichkeiten von Rückhaltemaßnahmen und Aufweitungen besprechen werde. „Für benötigte Flächen für eine Rückhaltung haben wir schon Zusagen von den Eigentümern“, so der Bürgermeister. Mit einem Hochwasserschutzkonzept könnten dann Maßnahmen auch mit Landes- und Bundesmitteln gefördert werden, etwa über das Programm „Blau plus“.

Die Bürger schlugen vor, Durchflüsse zu erweitern, vor allem dort, wo Rohre mit einem größeren Durchmesser auf solche mit einem kleineren Durchmesser treffen und es bei Starkregen zu Wasserstaus komme. Weiter forderten sie im Norden des Orts – wo das Wasser sich auf den Feldern angesammelt hatte, bevor es ins Dorf lief – Rückhaltemaßnahmen zu installieren. Dies wolle man prüfen und nach Möglichkeit umsetzen, sagte Hütschenhausens Ortsbürgermeister Matthias Mahl (CDU) und bedankte sich bei den Katzenbachern für die vielen pragmatischen Vorschläge. wiu

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