Sembach RHEINPFALZ Plus Artikel Grünes Licht für Recycling-Anlage in Sembach

Grünes Licht hat die Sembacher Gemeindespitze zum Bau einer Recycling-Anlage gegeben.
Grünes Licht hat die Sembacher Gemeindespitze zum Bau einer Recycling-Anlage gegeben.

Grünes Licht für eine Recycling-Anlage hat der Gemeinderat Sembach in seiner jüngsten Sitzung gegeben. Die FWG-Fraktion äußerte allerdings Bedenken wegen des Lärmschutzes und der Schadstoffe.

Matthias Bernhardt, technischer Leiter der Anlage, informierte über einzelne Komponenten auf dem Areal in der Nachbarschaft zum ehemaligen Schützenhaus. Auf der Anlage sollen alle Materialien, die auf den Baustellen des Antragstellers anfielen, zur Verwertung aufbereitet werden. Geplant sei dabei eine Lagerhalle, eine Anlage zur Zerkleinerung mineralischer Abfallstoffe sowie der Bau von Lärmschutzwällen und Schüttboxen. Zudem seien Unterflurtanks zur Nutzung von Regenwasser vorgesehen. Wegen der PFC-Belastung des Bodens sei statt der bisher vorgesehenen 70 Prozent nunmehr eine Bodenversiegelung von nahezu 100 Prozent geplant. Der Lärmschutzwall werde im Westen etwa vier Meter hoch sein. Im Süden erreiche er fünfeinhalb Meter. Auf den Lagerflächen könnten die „Haufwerke“ bis auf zehn Meter anwachsen. Die Betriebsfläche betrage insgesamt 18.000 Quadratmeter. Der anfallende Staub werde durch eine Berieselungseinrichtung gebunden. Das Regenwasser von den Dächern gelange in Unterflurtanks. Das sonstige Oberflächenwasser finde in Becken Platz, die mit Bodenfiltern ausgerüstet seien.

FWG hat Bedenken wegen „Brecheranlage“

Die FWG äußerte Bedenken hinsichtlich der Lärmentwicklung der „Brecheranlage“. Dies gelte vor allem in Bezug auf die Belastung von Sembacher Ortsteilen im Norden der Recycling-Anlage, wo es keine Wälle gebe. Bernhardt hielt dem entgegen, dass das vorliegende Lärmschutzgutachten keine Beeinträchtigung von Ortsteilen sehe. Außerdem wehre die ansteigende Bodengestalt den Schall ab. Bedenken hatte die FWG auch bezüglich des Recyclingmaterials sowie wegen in den Stäuben enthaltener Schadstoffe. Vor allem gelte dies für das Wasser, mit denen die Staubentwicklung eingedämmt werden solle. In dieser Hinsicht verwies Bernhardt auf die noch laufenden Gespräche mit den zuständigen Stellen. Am Ende stimmte der Rat den Plänen mit zehn Ja- und vier Neinstimmen sowie einer Enthaltung zu.

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