Kreis Kaiserslautern Geschichten und Gesang

Zum Adventssingen hatte der Männergesangverein (MGV) Frohsinn Neukirchen-Mehlingen für Sonntag in die protestantische Kirche eingeladen. Längst ist aus dem traditionellen Gesangverein ein wandlungsfähiger Chor geworden, der sich mit Angeboten für Männer, Frauen und Kinder der Zeit stellt. Entsprechend abwechslungsreich war das Programm.
Mit zwei der schönsten deutschen Weihnachtslieder, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“, leitete der Männerchor des MGV Frohsinn Neukirchen-Mehlingen sein Weihnachtskonzert am vierten Adventssonntag ein. Umsichtig leitete der verdiente Chorsänger und stellvertretende Dirigent Hans Ludwig Erlenbach das Ensemble. Krankheitsbedingte Ausfälle kompensierten die zehn Sänger mit Gruppengeist und Konzentration. Zwölf Kinder, Mitglieder des Kinderchors Klangzauber, stellten sich anschließend dem Publikum vor. Unter der Leitung von Bianca Schuster boten sie ältere wie neuere beliebte Kinderlieder zur Weihnachtszeit einschließlich der „Weihnachtsbäckerei“ mit ihren süßen Leckereien an. Mit Schellenklang und Schellenstab wurde das gute Laune-Lied „Kling Glöckchen, klingelingeling“ angestimmt. Da machte es selbst Erwachsenen Spaß, kräftig mitzusingen. Generationenübergreifende Gedichte und Geschichten hatte Erzähler Franz Knöbl ausgesucht: „Pelle zieht aus“ aus der Feder von Astrid Lindgren, Joseph von Eichendorffs „Weihnacht“ und Rainer Maria Rilkes „Weihnachten“. Als herzerwärmende Bindeglieder zwischen den Gesangsbeiträgen sorgten die Lesungen für eine besonders schöne weihnachtliche Atmosphäre. Gute Chorarbeit leistet Andrea Opielka mit dem als „S(w)ing-Chor“ bekannten Frauenchor. Aus einem Projekt ist er 2006 entstanden. Mehr als 20 Sängerinnen, darunter erfreulich viele junge Stimmen, begeistern sich für das Hobby Singen im Chor. Für ihre zehnjährige Chorleitertätigkeit wurde Andrea Opielka während des Konzerts von Vorstand Wolfgang Rettig mit der silbernen Ehrennadel des Vereins und einer Urkunde ausgezeichnet. Mit dem hebräischen Folksong „Hine Ma Tov“ begannen die Swing-Singers die Vortragsfolge im lebhaften Klezmer-Stil. Klangschöne Alt- und Sopranzeichnungen lieferte „Wieder naht der heilige Stern“. Swing-Stimmung im Wiegerhythmus breitete sich bei dem afro-amerikanischen Spiritual „This little light of mine“ aus. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kam Bewegung auch ins Kirchenschiff. Kraftvoll und engagiert ließ sich dann noch einmal der Männerchor vernehmen. Die Weihnachtsklassiker „Heut ist ein Tag der Freude“ und „Frohe Weihnacht“ stammten aus seinem umfangreichen Repertoire. Nach Stimmen getrennt formierte sich dann der „S(w)ing“-Chor zum Kanon „Seht das Licht in der Nacht“. Mit wirkungsvollem solistischem Vorgesang versehen war „Sunny light of Bethlehem“. „Sing, sing, sing“ lautete die Aufforderung zum Gospellied „Good news“, bevor die Sängerinnen mit „Joyfully sing“ – freudigem Gesang – ihre letzte klingende Visitenkarte abgaben. Hinter dem von Männerchor und S(w)ingchor gesungenen „Engel haben Himmelslieder“ verbarg sich ein feinpointiertes Gloria in excelsis. „Bajuschki Baju“, ein russisches Wiegenlied, schließlich war die von den Zuhörern gern erwartete Zugabe des S(w)ing-Chors. |jst