Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Gastronomen hoffen auf besseres Wetter und auf die Öffnung der Innenräume

Ein Rollladensystem und eine Belüftungsanlage: Damit die Außenterrasse bei wechselndem Wetter besser nutzbar ist, wurde beim Pfä
Ein Rollladensystem und eine Belüftungsanlage: Damit die Außenterrasse bei wechselndem Wetter besser nutzbar ist, wurde beim Pfälzer Hof in Enkenbach-Alsenborn einiges in den Innenhof investiert, erklärt Restaurantleiter Norbert Brüggemann.

Dank einer Inzidenz unter 100 dürfen Gastronomen im Kreis ihre Gäste seit Sonntag wieder draußen bewirten. Doch das schlechte Wetter und der negative Coronatest, der von den Gästen vorgelegt werden muss, bremsen die Erwartungen. Die Wirte setzen daher ihre Hoffnungen auf die nächste Lockerungsstufe.

Noch gar nicht geöffnet hat Klag’s Restaurant in Rodenbach. „Wir peilen das Wochenende nach dem 2. Juni an, wenn – wie man hört – auch die Innengastronomie wieder aufmachen kann“, kündigt Heidrun Klag an. Ein Aspekt sei das schlechte Wetter, aber auch die kleine Terrasse des Lokals. Wegen der Abstandsgebote könnten dort maximal 20 Gäste auf einmal bewirtet werden. „Das lohnt sich für uns nicht“, sagt Heidrun Klag, die in der Gaststätte für die Küche verantwortlich ist. Einen Vorteil habe ihr Restaurant: Es befindet sich unterm selben Dach mit dem Bürgerhaus und dem dortigen Testzentrum: „Wenn wir wieder offen haben, können sich Gäste, die noch nicht geimpft sind, damit vor Ort testen lassen und anschließend bei negativem Ergebnis bei uns einkehren.“

Corona-Teststation vor Ort anbieten

Auch der Geyersberger Hof in Hochspeyer und das Maxi in Ramstein-Miesenbach wollen erst Ende dieser Woche, beziehungsweise ab dem 2. Juni öffnen, wenn es wieder erlaubt ist, Gäste im Innenraum zu bewirten. „Nur ein einziges älteres Ehepaar hat gefragt, ob die Terrasse aufhat. Und das auch nur, weil die beiden bereits beide Impfungen haben“, berichtet Marco Labenski, Inhaber des Geyersberger Hofs, von einem sehr mauen Pfingstwochenende. Das schlechte Wetter habe viele Besucher abgehalten, so der Gastronom, der bisher Speisen zum Mitnehmen angeboten hat und voraussichtlich am kommenden Sonntag seinen Außenbereich wieder für die Gäste öffnen will. Auch die Pflicht, einen negativen Coronatest vorweisen zu müssen, schrecke viele ab, schildert der Gastronom seine Erfahrungen. „Wegen einer Tasse Kaffee oder einem Bier ist den meisten dafür der Aufwand zu hoch“, so Labenski. Um seinen Gästen das Testen zu erleichtern, wolle er in naher Zukunft auch eine Testmöglichkeit vor Ort auf seinem Hof anbieten. Dazu habe er Kontakt mit einer Kosmetikerin in Hochspeyer aufgenommen, die darin geschult sei und bereits Tests in ihrem Kosmetikstudio sowie für die Verwaltung anbiete.

Zu schaffen mache ihm dazu auch noch der geplante Abbau des Zauberwaldes. „Seit das Thema durch die Medien gegangen ist, kommen viel weniger Besucher von außerhalb“, berichtet Marco Labenski. Diese hätten sich gerne Kuchen, Kaffee und Waffeln aus ihrem Hofcafé fertig verpackt mit auf die Wanderstrecke genommen. „Wenn wir die Innengastronomie wieder öffnen dürfen, wird es wieder besser“, hofft der Gastronom.

Maxi-Geschäftsführer setzt auf Innengastronomie

Darauf setzt auch Jürgen Schuff, der Geschäftsführer des „Maxi“ in Ramstein-Miesenbach, der sein Restaurant, das gut 100 Plätze im Außenbereich hat, erst am 1. Juni öffnen will. „Ab dem 2. Juni dürfen wir wieder im Innenbereich bewirten“, hofft der Gastronom, dass die Inzidenzzahlen das bis dorthin auch erlauben. Das Restaurant ist seit dem 2. November komplett geschlossen. Auch gegen die Möglichkeit, Speisen zum Abholen anzubieten, habe man sich entschieden. „In Ramstein gibt es viele andere, die dieses Angebot machen und der Kuchen wird nicht kleiner“, erläutert Schuff den Grund. Die Zeit der Schließung habe man dagegen intensiv zur Grundreinigung und Wartung der Küchengeräte und Maschinen genutzt. Ob sich die Gäste von der Testpflicht abschrecken ließen, müsse man abwarten. „Es ist jetzt so und wir halten uns an die Gesetze“, meint Schuff, der sich mit dem Angebot an Testmöglichkeiten in Ramstein-Miesenbach jedenfalls sehr zufrieden zeigt. „Da sind wir super aufgestellt, die Verwaltung hat eine gute Arbeit geleistet“, lobt der Gastronom. Es gebe allein in Ramstein drei Teststellen, die auch an Sonntagen Antigentests anböten.

„Noch zu wenig Infos über die neuen Regeln“

„Schlechtes Wetter und noch zu wenig Infos über die neuen Regeln“, fasst Norbert Brüggemann, Restaurantleiter des Pfälzer Hofs in Enkenbach-Alsenborn die Lage am Pfingstwochenende zusammen. Die Terrasse sei geöffnet und es hätten zwar einige Gäste reservieren wollen. Aber dann habe es viele abgeschreckt, einen negativen Test vorweisen zu müssen. Wie seine Kollegen setzt der Gastronom seine Hoffnungen auf besseres Wetter und auf die Öffnungen des Innenbereichs. „Wir haben hier viele ältere Kunden, die nicht so gern draußen sitzen“, so Brüggemann. Um aber auch die Außenterrasse künftig besser nutzen zu können, habe der Hausbesitzer in den vergangenen Monaten viel investiert: Ein vollautomatisches Rollladensystem und eine Belüftungsanlage, über die je nach Bedarf kalte und warme Luft zugeführt werden kann, sollen dafür sorgen, dass man auch bei unterschiedlichen Wetterlagen gut draußen sitzen kann.

x