Kreis Kaiserslautern Fusion kommt sehr wahrscheinlich

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Die Vorstände der Volksbanken Glan-Münchweiler und Lauterecken werden in einem zweitägigen Workshop Ende Februar besprechen, wie es mit der anvisierten Fusion weitergehen soll. Unterschiedliche Auffassungen gibt es beim Termin der Fusion.

Am 22. und 23. Februar wollen sich die Vorstandsmitglieder beider Institute in Klausur begeben, um mit externer Beteiligung über die zentralen Fragen zu reden. Neben Walter Hoffmann und Sabine Mack (Glan-Münchweiler) sowie Klaus Gerber und Joachim Wagner (Lauterecken) wird auch Christian Dietrich teilnehmen. Er rückt Mitte des Jahres in den Vorstand der Genossen in Glan-Münchweiler auf, um zum Jahresende Walter Hoffmann zu beerben, der in den Ruhestand geht. Drei Monate später verabschiedet sich auch Klaus Gerber als Ruheständler aus dem aktiven Geschäft. Allerdings könnte es sein, dass er – je nach Zeitpunkt und Verlauf der Fusion – noch einige wenige Monate dranhängen muss. Derzeit gebe es keinen neuen Stand gegenüber dem Herbst, als der Fusionswunsch erstmals öffentlich gemacht worden ist, versichern unisono alle vier aktuellen Vorstände in Gesprächen mit der RHEINPFALZ. Weder sei über den Namen des entstehenden Instituts gesprochen worden, noch über die Kopfzahl des künftigen Vorstands. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass es nach Hoffmanns und Gerbers Ausscheiden bei einem dreiköpfigen Vorstand bleiben wird: Wagner, dank seiner Erfahrungen als Prüfer prädestiniert dafür, für die inneren Abläufe wie die Revision; Mack und Dietrich, der derzeit noch Chef des Firmenkundengeschäfts ist, als sogenannte Markt-Vorstände. „Angesichts der Größe des Geschäftsgebiets (von Lauterecken bis Ramstein-Miesenbach und Otterbach; Anmerkung der Redaktion) und für unsere Pläne, wie wir den Markt bearbeiten wollen, wäre das genau die richtige Größe“, sagt Mack. Und Hoffmann betont, man wolle ja auch künftig in Lauterecken Präsenz durch den Vorstand zeigen. Dass es vier Vorstände im fusionierten Institut geben könne, also je zwei aus Glan-Münchweiler und Lauterecken, schließen beide aus. Am meisten Diskussionen könnte der Fusionszeitpunkt auslösen. Denn es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder beschließen die Vertreterversammlungen beider Volksbanken mit Drei-Viertel-Mehrheit noch im ersten Halbjahr, dass die Fusion rückwirkend zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 in Kraft tritt. Oder sie befinden im ersten Halbjahr 2017 darüber, dass die Fusion zum Jahresende 2016 Wirklichkeit geworden ist. Die Lauterecker präferieren hier den früheren Termin, weil sich damit schon im laufenden Bilanzjahr Spareffekte von mehreren 100.000 Euro ergeben könnten. „Warum nicht so früh wie möglich?“, sagt Gerber. Die Glan-Münchweilerer halten das für zu früh, weil es aufgrund von Kapazitätsengpässen beim IT-Dienstleister ohnedies bis zum Frühjahr 2017 dauern werde, ehe beide Rechnungswesen technisch zu einem zusammengelegt werden könnten. Dass die Fusion unabhängig von den offenen Fragen noch nicht sicher sei – beide Institute haben immer wieder betont, dass sie durchaus in der Lage seien, auch weiterhin eigenständig zu agieren –, aber sehr wahrscheinlich, betonte Hoffmann gestern auf RHEINPFALZ-Nachfrage: „Ich sehe die Wahrscheinlichkeit bei 85 Prozent.“ (wop)

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