Kreis Kaiserslautern Finanzspritze für die neue Halle im „Hühnerbusch“
Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) hat gestern in der neuen Halle der US-Tochterfirma WCI Europa im Rodenbacher „Hühnerbusch“ einen Förderbescheid in Höhe von 550.000 Euro an Geschäftsführer Rainer Trapp ausgehändigt. Das Land unterstützt damit den Neubau des Gebäudes mit 700 Quadratmeter Büro- und 2400 Quadratmeter Montage- und Lagerfläche.
„Wir freuen uns über ihre Investition und die Entwicklung einer eigenen Immobilie als Bekenntnis zu diesem Standort“, sagte Wissing und betonte, dass ein Unternehmen, das als Zulieferer der großen Agrar- und Baumaschinenproduzenten der Region tätig sei, in die Wirtschaftspolitik des Landes passe. Dies gelte vor allem für die Technologie des autonomen Fahrens. „Investitionen aus dem Ausland sind uns dabei willkommen. Dies gilt vor allem für mittelständische Unternehmen, die den Standort verstehen und ihm treu bleiben“, sagte der Minister. Die WCI Europa GmbH wurde 2011 in Kaiserslautern gegründet und ist Teil der „World Class Industries“-Gruppe mit sechs Standorten in den USA und zwei in Europa (Kaiserslautern und Worcester/Großbritannien). Das Unternehmen bietet seinen Kunden individuelle Lösungen, um Probleme und Engpässe in der Lieferkette zu eliminieren und Produktionsprozesse zu optimieren. WCI-Geschäftsführer Trapp bedankte sich für die Förderung durch das Land und für die „tatkräftige Unterstützung“ durch die Kaiserslauterer Wirtschaftsförderung und die Kommunalpolitik. „Seit der Gründung hat das Unternehmen ein gutes Wachstum hingelegt“, erläuterte er. Die Halle, die derzeit noch fertig gebaut wird, sei für den Bedarf in der Zukunft geplant und auf den – im Vergleich zu heute – dreifachen Produktionsumfang ausgelegt. Derzeit beschäftigt WCI 15 Mitarbeiter. Drei weitere würden demnächst eingestellt, so Trapp, der mittelfristig mit einer Belegschaft von 30 Betriebsangehörigen rechnet. In Bezug auf die Entwicklung zeigte sich der Geschäftsführer sehr optimistisch, denn die Auftragslage habe sich durch die Hauptkunden aus der Agrar- und Baumaschinenbranche ständig verbessert. Die Stammfirma in den USA sei ein mittelständisches Unternehmen, das in zweiter Generation von den Inhabern geführt werde, erläuterte Trapp. Der Einstieg nach Europa sei nicht einfach gewesen, aber die Nähe zu den hiesigen Großen der Branche biete gute Voraussetzungen für das Wachstum des Unternehmens. „Durch die Produktion der dort benötigten Baugruppen bedient WCI deren Lieferketten und entlastet die Großkunden. Der Standort in Rodenbach verhindert, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden“, so der Geschäftsführer. Gegenüber der RHEINPFALZ erläuterte Trapp, dass das Wachstum des Unternehmens auf der Tatsache gründe, dass die großen Hersteller in der Region bei ihrem Wachstum an Grenzen stießen und einige Elemente ihrer Produktion auslagern müssten. „Diese Unternehmen brauchen Luft zum Atmen.“ Zum Beispiel würden durch die hiesige US-Tochter Baugruppen für Sensoren der Abgas-Messtechnik gefertigt. Sein Unternehmen habe im Zuge der Ansiedlung im Rodenbacher Industriegebiet rund drei Millionen Euro investiert. „Die Infrastruktur hier ist einfach ideal. Und auch der Quadratmeterpreis von 20 Euro war mit ausschlaggebend, dass wir uns ,Im Hühnerbusch’ angesiedelt haben“, sagt Trapp.