Landstuhl Filiale der Sparda Bank schließt im Oktober

Eine Filiale der Sparda Bank wird es in Landstuhl bald nicht mehr geben.
Eine Filiale der Sparda Bank wird es in Landstuhl bald nicht mehr geben.

Die Sparda Bank schließt ihre Filiale in Landstuhl zum ersten Oktober. Bis auf weiteres soll ein SB-Service-Terminal bestehen bleiben. Als Grund nennt der Pressesprecher der Sparda Bank Südwest, Andreas Manthe, dass die Filiale in Landstuhl nicht so gut frequentiert sei wie andere.

Die Geschäftsstellen, die vermehrte Nachfragen haben, sollen dafür gestärkt werden. Dort würden der Service und die Beratung weiter ausgebaut. Die nächstgelegenen Filialen, die für die Landstuhler Kunden in Frage kommen, seien Kaiserslautern und Homburg. „Wir testen aber demnächst auch Videoberatung“, erklärt der Pressesprecher.

Verändertes Kundenverhalten

Als Grund für die nachlassenden Kundenkontakte in Landstuhl nennt die Sparda Bank das veränderte Verhalten ihrer Kunden. Diese nutzten heute die Serviceangebote anders. Durch die Digitalisierung habe sich der Bedarf vor Ort verändert. Auch wer einen Termin zur persönlichen Bankberatung mit einem Mitarbeiter haben möchte, wünsche sich immer öfter einen Termin außerhalb der starren Bürozeiten. Die Sparda Bank passe sich im Sinn der Gesamtheit ihrer Mitglieder diesen Bedürfnissen an, betont Manthe. Im September starte die Sparda Bank deshalb einen großen Mitgliederdialog. Thema: „Wie können wir als Sparda Bank begeistern?“ Gleichzeitig müsse die Bank aber auch wirtschaftlich denken – was gerade mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinspolitik eine Herausforderung sei.

Bereits in den 1980er Jahren habe es eine große Umstrukturierung bei der Sparda Bank gegeben, erinnert Manthe. Sie sei ursprünglich 1899 für Eisenbahner gegründet worden und werde als Genossenschaftsbank geführt. Der damalige Kunde habe an jedem Fahrkartenschalter Bargeld abheben sowie Überweisungen tätigen können. Als die Deutsche Bahn dann zur DB AG wurde, habe man weitere Filialen ins Leben gerufen, da die Bankgeschäfte am Fahrkartenschalter nicht mehr möglich waren.

Den Stadtbürgermeister nicht informiert

Landstuhls Stadtbürgermeister Ralf Hersina (SPD) hat noch keine offiziellen Informationen von der Sparda Bank. „Ich kenne bis jetzt nur Gerüchte“, meint er und sagt, dass er natürlich als Bürgermeister versuchen werde, die Bank zu halten. „Aber ob ich da Erfolg habe, gerade wegen der Minuszinsphase, bezweifele ich.“ Hersina erinnert an die Deutsche Bank, die in Landstuhl in einer Nacht und Nebel Aktion das Terminal abgebaut habe. „Die Sparda Bank muss mir das ja auch nicht mitteilen.“

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