Kreis Kaiserslautern
Feldbrand bei Rodenbach löst Großeinsatz aus
Die lange Trockenheit hat am Samstag ihren Tribut gefordert: Ein Feld zwischen Rodenbach und Kühbörncheshof brannte. Erst nach fünfeinhalb Stunden hatten letztlich 100 Helfer das Feuer gelöscht. Funkenflug während der Mäharbeiten war vermutlich die Brandursache.
Um 12.06 ging bei den Feuerwehren Rodenbach und Weilerbach unter dem Stichwort „Flächenbrand groß“ ein Alarm ein. Bereits auf der Anfahrt sahen die Wehrleute eine sehr starke Rauchentwicklung, weshalb sie unverzüglich Vollalarm für die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Weilerbach auslösten und wasserführende Fahrzeuge der Feuerwehr Ramstein nachalarmierten. Vor Ort stellten die Helfer fest, dass ein Getreidefeld in Brand geraten war und sich die Flammen zügig ausbreiteten. „Die extreme Trockenheit und die stark drehenden Winde erschwerten die Löscharbeiten erheblich“, sagte der stellvertretende Wehrleiter Hendrik Braun. „Mehrfach mussten Einheiten taktisch umgesetzt werden, um nicht selbst vom Feuer eingeschlossen zu werden.“
Nach und nach wurden weitere Wehreinheiten hinzugerufen
Wegen der Brandentwicklung war ein erhöhter Personalbedarf nötig, weshalb unmittelbar weitere Feuerwehren nachalarmiert wurden. Die Feuerwehr Otterbach und das Tanklöschfahrzeug aus Otterberg waren rund vier Stunden lang im Einsatz. Später wurde das Tanklöschfahrzeug aus Mehlbach zu Hilfe gerufen. Im sogenannten Pendelverkehr wurde das Löschwasser zur Brandstelle transportiert. Mehrere Landwirte unterstützten mit Traktoren, Eggen und Wasserfässern die Löscharbeiten.
Ein Multikopter mit Wärmebildkamera unterstützte bei der Suche nach Glutnestern
Auch die Multikopter-Einheit des Landkreises war vor Ort. „Einer der insgesamt drei Multikopter mit Wärmebildkamera war am Samstag im Einsatz“, erläuterte die zuständige Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt. Auf einem Bildschirm sind die Wärmebilder der Drohne in Rot-Orange-Tönen zu sehen. „Die Kamera misst die Temperatur, so dass sehr gut Glutnester von Hitze durch Sonneneinstrahlung zu unterscheiden sind.“ Wegen der Hitze und brennenden Getreibestaubes in den Atemwegen mussten drei Wehrangehörige vom Rettungsdienst betreut werden.
Rund sieben Hektar Getreidefeld waren in Brand geraten
Mit Unterstützung weiterer Kräfte und Fahrzeugen aus den Verbandsgemeinden Weilerbach, Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl, Ramstein-Miesenbach und Kaiserslautern war der Brand nach mehreren Stunden gelöscht. Er hatte sich auf einer Fläche von geschätzt bis zu sieben Hektar ausgebreitet und war immer wieder an verschiedenen Stellen aufgefacht. Gegen 17.30 Uhr konnte schließlich ein Übergreifen auf angrenzende Waldflächen ausgeschlossen werden. Neben den Feuerwehren und dem Rettungsdienst war auch die Polizei im Einsatz.
