Kreis Kaiserslautern
Fastnacht feiern nur mit 2G
Der Präsident der Ramsteiner Bruchkatze, Jürgen Lessmeister, betont, dass zu diesem Zeitpunkt zwar die Veranstaltungen mit der 2G-Regel geplant sind, „aber je nach Corona-Entwicklung kann sich das ändern“. Fürs erste ist die Eröffnung der Kampagne 2021/2022 in der Narrenstube der Bruchkatze für den 13. November geplant. Zwei weitere Prunksitzungen und eine Seniorensitzung sind für Ende Januar und Februar derzeit in der Vorbereitung.
Umzug dürfte schwierig werden
Die 2G-Regelung habe für die Besucher der Veranstaltung den entscheidenden Vorteil, dass an den Tischen kein Abstand eingehalten werden muss und die Maskenpflicht entfällt, begründet der Präsident der Ramsteiner Bruchkatzen die Entscheidung, Nicht-Geimpfte außen vor zu lassen. „Die Narrenstube fasst 80 Personen und die können dann auch zur Eröffnung kommen.“
Wer von den aktiven Mitgliedern des Vereins in dieser Kampagne mitmachen möchte und auf der Bühne stehen will, muss ebenfalls geimpft oder genesen sein. „Schwierig wird das mit der Juniorengarde und einigen Erwachsenen“, weiß Lessmeister. Wie der weit über die Grenzen hinaus bekannte Faschingsumzug in Ramstein-Miesenbach ablaufen soll, wenn er überhaupt stattfinden kann, wisse derzeit noch keiner. „Das Umzugskomitee trifft sich erst noch.“ Aber schwierig dürfte es werden, befürchtet Lessmeister. „Wir können ja nicht ganz Ramstein einzäunen und überall kontrollieren.“
„Wir werden ja quasi dazu gezwungen“
Der Unterhaltungsverein Bruchmühlbach hat sich ebenfalls für die 2G-Regel entschieden und schon das Oktoberfest so umgesetzt. „Natürlich gab es einen Shitstorm“, sagt Sinika Walter-Haselbauer vom UVB. Aber aus Sicht des Veranstalters bliebe keine andere Möglichkeit. „Geld muss rein, wir haben Vereinsheim und teure Versicherungen zu zahlen“, stellt sie klar und meint: „Wenn ich Geimpfte, Genesene und Getestete bei der Veranstaltung haben möchte, müssen wir auf Abstand bestuhlen und dürfen keine Bar öffnen.“ Damit würde sich eine Prunksitzung für den UVB finanziell schon nicht mehr lohnen. „Menschen auszugrenzen, ist gar nicht mein Ding“, betont Walter-Haselbauer und meint, dass gerade beim UVB bisher immer alle Menschen willkommen waren. „Aber wir werden ja quasi dazu gezwungen, denn wenn wir nichts mehr anbieten, dann laufen die Leute weg.“ Das Problem hatte der Verein nämlich schon bei den Garden, als das Training während des Lockdowns und danach noch ausfallen musste.
Sich ständig ändernde Vorgaben machen die Planung schwer
Auch der Unterhaltungsverein Miesenbach „Die Vielläppcher“ setzt bei allen Veranstaltungen auf 2G. Bei der Kampagneneröffnung am 20. November wird die neue Prinzessin Jana die Erste in ihr Amt eingeführt. „Wir gehen davon aus, dass wir das unter 2G machen“, sagt Michael Schönborn vom Unterhaltungsverein Miesenbach. Voraussetzung dafür, sowie für die geplanten Prunksitzungen und den Kinderfasching, seien aber die dann aktuellen Corona-Verordnungen, betont Schönborn. Die sich ständig ändernden Vorgaben machen den Vereinen eine Planung schwer, findet er und berichtet von anderen Vereinen: „Einige haben alles abgesagt.“ Sobald im Januar der Kartenverkauf losgehe, müsse man wissen, unter welchen Voraussetzungen die Sitzungen stattfinden können, fordert Schönborn: „Bei der Veranstaltung nach der 2G-Regel werden wir die Nachweise natürlich auch prüfen.“ Dann könne in der Halle gemeinsam ohne Abstand und ohne Maske gefeiert werden.
2G-plus in Landstuhl
Der Carneval- und Unterhaltungsverein Landstuhl richtet sich bei seiner Kampagneneröffnung nach dem Hygienekonzept, das die Stadt Landstuhl für die Stadthalle vorgibt. „Das ist die 2G-plus-Regel“, gibt Sonja Kreutz, die Vereinsvorsitzende auf Nachfrage bekannt. Diese Regel beinhaltet, dass zusätzlich zu den Genesenen und Geimpften noch 25 getestete Personen die Veranstaltung besuchen dürfen. Für die Prunksitzung im Februar und den Kinderfasching hofft Kreutz, dass sich bis dahin nicht viel ändern wird. „Wir hoffen, dass wir feiern dürfen.“