Kreis Kaiserslautern Für jeden etwas

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Überaus groß war das Interesse an der Arbeit der Menschen mit Behinderung in den Westpfalz-Werkstätten Landstuhl des ökumenischen Gemeinschaftswerks Pfalz. Nicht überschaubar war zeitweise die Schar der Gäste, die sich beim Fest im zweijährigen Rhythmus einen Überblick über die Tätigkeiten am zentralen Ort in der Sickingenstadt machten. An diesem Tag wird nicht nur ausgestellt und präsentiert, sondern ganz real und wirklichkeitsgetreu gewirkt.

„Zurück in die Zukunft“ lautete das Motto – und passend dazu wurde den Gästen ein vielfältiges Programm geboten. Teilweise mit einfachen Mitteln werden die Menschen mit Behinderung bei ihren Tätigkeiten unterstützt. Eines dieser Hilfsmittel ist eine Vorlage mit der Aufzeichnung sämtlicher Teile, die in eine Verpackungstüte gehören. Wie das bewerkstelligt wird, wurde den Besuchern mit wenigen Worten und Handzeichen erläutert. Zunächst wird die Vorlage aus Papier entsprechend der Kennzeichnung mit Kunststoffteilen belegt. Sind alle Modellzeichnungen mit einem Teil belegt, wandert der gesamte Satz in die Tüte. So lässt sich sicherstellen, so ein Betreuer, dass keine Teile in der Verpackung fehlen oder zu viel eingetütet wird. Viele Arbeiten werden von Hand verrichtet. So auch die Zusammensetzung von Ventilen aus Metallteilen und Dichtungen. Ist die Zusammensetzung abgeschlossen werden die zusammen gepresst. So manche Hausfrau konnte bei den Handgriffen der Beschäftigten beim Bügeln und Zusammenlegen der Wäsche mitfühlen. In der Wäscherei herrscht ein reges Treiben rund um die übergroße Bügelmaschine. Ganz ohne Maschineneinsatz geht es auch in den Westpfalz-Werkstätten nicht. Mitarbeiter legen Dichtungen und Metallteile auf ein ständig laufendes Band. Maschinell werden dann die Teile zusammengeführt und bilden eine Einheit. Ganz nach ihren Fähigkeiten werden die Menschen in diesem Haus eingesetzt. Um dieses Ziel umsetzen zu können, muss eine breite Palette von Angeboten vorhanden sein. Genau das sei der Fall, erklärte eine der anleitenden Personen. Nicht nur einfache Arbeiten, sondern auch anspruchsvollere Tätigkeiten mit Dreh- und Fräsmaschinen werden verrichtet. Für die Besucher gab es dann auch die Möglichkeit, sich handwerklich zu betätigen, um hautnah zu erleben, wie Metallhaken gebogen und gestaltet werden. Dass das Werkstättenfest einen hohen Stellenwert in der Region hat, zeigen die Besucherzahlen. Dafür sorgt einmal der informative Einblick in den Werkstättenalltag und einmal das unterhaltsame Programm. Darin waren zum Teil Beschäftigte des Hauses eingebunden. Das Programm begann mit einer Andacht und bot Unterhaltung für alle Altersgruppen. So spielten Musikgruppen und die Tanz- und Rollstuhltanzgruppe der Westpfalz-Werkstätten bekam für ihren Auftritt großen Applaus von den Besuchern. Das 16. Fest dieser Art wird sicherlich noch vielen Menschen äußerst positiv in Erinnerung bleiben. (llw)

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