Kreis Kaiserslautern Für Fair Play und Völkerverständigung
Beim Sport fürs Leben lernen: Das war das Ziel des internationalen Streetball-Turniers, das das Jugendbüro Ramstein am Donnerstagnachmittag für Kinder und Jugendliche angeboten hat. Das gemeinsame Spiel sollte die Regeln des Fair Play vermitteln und die Völkerverständigung fördern.
Ein Schild mit der Aufschrift „Wir sagen willkommen“ hängt am Zaun des Sportplatzes vor dem Reichswald-Gymnasium in Ramstein-Miesenbach. Laute Hiphop-Musik dröhnt aus großen Lautsprechern, Hamburger brutzeln auf dem Grill und sorgen für amerikanisches Flair. Kinder und Jugendliche, auch ein paar Erwachsene tummeln sich an den Basketballkörben. Das Jugendbüro Ramstein veranstaltet im Rahmen seines umfangreichen Ferienprogramms nach jahrelanger Pause erstmals wieder ein internationales Streetball-Turnier. Streetball ist eine Art Basketball. Eine Mannschaft besteht jedoch nur aus drei Personen, einen Schiedsrichter gibt es nicht. „Die Jungs pfeifen sich selbst. Denn Streetball ist in den amerikanischen Hinterhöfen entstanden. Da gab’s natürlich keinen Schiedsrichter“, erklärt Volker Hammel, Leiter des Jugendbüros. „Natürlich kommt es da auch mal zum Streit. Aber das Diskutieren gehört dazu.“ „Fair Play“ lautet das Stichwort. Die Kinder und Jugendlichen lernen beim Streetball, miteinander zu kommunizieren und Uneinigkeit mit Worten statt mit Fäusten zu klären. Daher sieht Hammel darin „eine Prävention gegen Gewalt“. Respekt, Freundschaft, Toleranz sollen ebenfalls vermittelt werden. Denn beim Streetball treten Deutsche, Amerikaner, Türken und Spieler anderer Nationalitäten gegeneinander an. „Das Turnier dient nicht zuletzt auch der Völkerverständigung. So erhalten wir uns ein friedliches Ramstein“, sagt Hammel. Auch Billy Jackson findet, dass Jugendliche beim Basketball-Training wichtige Lektionen fürs Leben lernen: „Sinn für Gerechtigkeit, Zielstrebigkeit oder eben auch die Fähigkeit, miteinander zu diskutieren “, sagt der Amerikaner, der die Basketball-AG am Gymnasium leitet. Bei aller Fairness: Gewinnen wollen natürlich alle. Doch der Spaß kommt nicht zu kurz und es wird viel gelacht. Am Ende haben Tony Allen, René Fuchs und Florian Lang die meisten Körbe erzielt und freuen sich über den Sieg. Auch Organisator Volker Hammel zeigt sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Alle sind sich einig, dass wir diese Aktion nun wieder öfter anbieten sollten.“