Kreis Kaiserslautern Erzenhausen: Beschwerden über streikende Telefone – Telekom spricht von Softwarefehler

In Erzenhausen waren tageweise die Telefone tot.  Foto: dpa
In Erzenhausen waren tageweise die Telefone tot.

Immer wieder hatte sich Andreas Schmidt aufregen müssen. In der Erzenhausener Wassergasse und einigen Nebenstraßen war tageweise der Telefonanschluss tot. Im Dezember 2018 hatte es die ersten Störungen gegeben und dann wieder im Juni.

„Bereits im Dezember 2018 waren eine Reihe von Telekom-Anschlüssen nicht mehr erreichbar“, teilte Schmidt in einem Schreiben vom 26. Juni der RHEINPFALZ mit. Die Elektronik in den Schaltkästen versage als Folge der Hitzewelle im vergangenen Jahr den Dienst. Ein Techniker der Telekom habe ihm dies bestätigt. Mit der Hitze im Juni seien die Probleme erneut aufgetreten. „Trotz einer Nachricht, es wäre alles wieder in Ordnung, fallen die Anschlüsse immer wieder aus“, beschwert sich Schmidt.

„Überhitzte Schaltkästen sind die Ursache“

„Vor ein paar Jahren wurde hier in Erzenhausen die Telekom-Infrastruktur erneuert“, erinnert er sich. Leider hätte aber niemand daran gedacht, die Schaltkästen so zu konstruieren und aufzustellen, dass sie nicht bei einer Hitzewelle ausfallen, wenn nicht für eine passende Abkühlung gesorgt werde. „So stehen die Schaltkästen in der prallen Sonne und heizen sich auf, ohne dass eine Kühlung erfolgt“, berichtet Schmidt. Er berufe sich dabei auf die Mitteilung eines Telekom-Technikers. „Hier sollte die Telekom unverzüglich etwas unternehmen“, denn die nächste Hitzewelle komme bestimmt. „Und es kann nicht angehen, dass dann dauernd nichts mehr geht“, schimpft Schmidt. Für Geschäftsleute sei dies absolut nicht akzeptabel.

Nun sei es seit geraumer Zeit zu keinen Ausfällen mehr gekommen. Er traue der Sache allerdings nicht, weil er nach wie vor die mögliche Ursache der Ausfälle in einer Überhitzung der Schaltkästen vermutet. Es sei nämlich so „dass sich die Kristalle in der elektronischen Infrastruktur dort verändern“, meint Schmidt und verweist auf sein Gespräch mit dem Techniker.

„Störung kam durch einen Software-Fehler“

Die Verantwortlichen in der Telekom-Zentrale in Bonn sehen die Angelegenheit ein wenig anders. „Meine Technik-Kollegen haben bestätigt, dass wir in Erzenhausen eine Störung durch einen Software-Fehler hatten. Warum, können wir leider nicht sagen“, erklärt Marion Flink von der Pressestelle der Bonner Telekom-Zentrale auf RHEINPFALZ-Anfrage. Die Störung habe durch einen Reset behoben werden können und die betroffenen Anschlüsse seien wieder am Netz gewesen. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Kunden sehr“, fügt Flink an.

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