Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Enkenbach-Alsenborn: Pfarrerin Tina Allenbacher feierlich ins Amt eingeführt

Nach ihrer Anstellung auf Probe wurde Tina Allenbacher jetzt offiziell als Pfarrerin ins Amt eingeführt.
Nach ihrer Anstellung auf Probe wurde Tina Allenbacher jetzt offiziell als Pfarrerin ins Amt eingeführt. Foto: VIEW

Noch festlicher als sonst läuteten die Glocken in Enkenbach. Auch die Sonne lachte, als nach dreijähriger Probezeit in der protestantischen Kirche am Sonntagnachmittag Pfarrerin Tina Allenbacher ihrer Installation entgegensah.

„Ist das bei Ihnen auch wie bei einer App?“, hätten die Konfirmanden ratlos gefragt, als sie ihnen ihre Installation ankündigte. Nach der Ordination und der Anstellung auf Probe folgt die dauerhafte Amtseinführung, erläuterte Dekan Matthias Schwarz vom Kirchenbezirk an Alsenz und Lauter den Vorgang.

1982 in Idar-Oberstein geboren, als Jugendliche in Homberg aufgewachsen, besuchte Allenbacher das Gymnasium Lauterecken. Der Religionsunterricht habe sie auf den Weg zur Kirche gebracht, stellte Schwarz ihre Vita vor. In Mainz, Wuppertal, Göttingen und Heidelberg habe sie studiert. „Danach war sie im Vikariat an der Grundschule in Neuhofen und einer berufsbildenden Schule, zum Schluss an der Mannheimer Citykirche und der Stadionkapelle der Frankfurter Commerzbank-Arena. Seit 1. März 2016 ist sie in Enkenbach.“

„Wurde herzlich aufgenommen und bald ein Teil der Mannschaft“

Unter dem Applaus der Gemeinde übertrug Schwarz Tina Allenbacher offiziell die Pfarrstelle Enkenbach. Auf Gottesdienstgestaltung, Konfirmandenarbeit und den Dienst in den Pflege- und Altenheimen will sie ihr Augenmerk legen. Ihre Predigt richtete sie an dem zuvor gesungenen Lied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ aus. Sie habe dieses Lied für ihren Festtag ausgewählt. „Ich bin echt froh, dass es so gekommen ist. Als ich 2016 von der Landeskirche an Bord geschickt wurde, habe ich nicht gewusst, was mich erwartet. Herzlich aufgenommen wurde ich und bald ein Teil der Mannschaft.“ Freud und Leid habe man geteilt und sei gemeinsam unterwegs gewesen. „Ich bin froh, dass es nun weiter geht.“

Mit „Kraft, Liebe und Besonnenheit“ neue Wege erschließen

An ihre Konfirmandenzeit erinnere das Bild, auf dem sie mit einem Segelschiff bei ordentlich Wind das Ijsselmeer durchkreuzte. Kapitän, Steuermann und eine Mannschaft, in der jeder nach seinen Fähigkeiten seine Aufgaben erfüllt und achtet, brauche man. „Die Segel muß man entsprechend setzen, denn nicht immer bläst der Wind so wie man will.“ Kein Patentrezept gebe es dafür, Mitglieder zu gewinnen. Deswegen solle man jedoch nicht in Schockstarre verfallen. Kraft, Liebe und Besonnenheit seien Mittel, neue Wege zu erschließen und sich nicht von negativen Prognosen leiten zu lassen. Aufeinander zugehen, einander helfen, Träume wahr werden lassen, sei für sie die Botschaft des Alltags.

„Jugendarbeit neu entfacht“

„Eigentlich muss man dem Presbyterium gratulieren, denn es hat eine Pfarrerin gewonnen, die die Jugendarbeit neu entfacht hat“, begann der Vorsitzende der Kirchengemeinde, Christoph Schäfer, sein Grußwort. Kontaktfreudigkeit stellte auch Katja Wolf als stellvertretende Vorsitzende des Bezirkskirchenrats heraus. Einstimmig hätten sich Presbyterium und Kirchenleitung für die Amtsinhaberin entschieden. Auf weitere Zusammenarbeit freuten sich Rainer Burkart von der Mennonitengemeinde und Andreas Werle vom katholischen Pastoralteam „Heiliger Martin“.

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