Kreis Kaiserslautern Eine graue Wand hält Lärm und Staub fern

Eine graue Wand teilt die kommunale Kindertagesstätte (Kita) in Vogelbach in zwei Bereiche. Einer wird von den Sprösslingen und Erzieherinnen genutzt, in dem anderen sind die Handwerker zugange. Das Haus wird saniert, zu den bislang 50 Plätzen werden 15 neue kommen. 19 hiervon sind für Kleinkinder vorgesehen, davon sieben für unter Zweijährige.
Die graue Zwischenwand hält Lärm und Staub fern. Dahinter arbeiten seit Mai fünf Gewerke Hand in Hand. In einem ersten Bauabschnitt wird der bisherige Personalraum, der sich im Untergeschoss des Bürgerhauses befindet, für die Kleinkinder umgewandelt. An ihn schließen sich ein Schlafbereich sowie ein Wickelraum mit Mini-Waschbecken und -toilette an. Direkt daneben entsteht eine Küche mit Konvektomat zum Erwärmen der angelieferten Mahlzeiten. Die Leiterin der Einrichtung, Karin Neumayer, erhält ein eigenes Büro, das sie bisher nicht hatte. In diesem ersten Bauabschnitt wurden eine neue Lüftungsanlage installiert, ein Teil der Wasserleitungen erneuert und ein zweiter Ausgang als Notausgang geschaffen. Mittlerweile ist die Kita in der dreiwöchigen Sommerpause, Gelegenheit für die Arbeiten in Flur und Eingangsbereich zu werkeln. „Das ist die einzige Möglichkeit, die Arbeiten im laufenden Betrieb auszuführen“, sagt Projektleiter Antonio Bernardi vom Architekturbüro Blanz aus Landstuhl. Um den Tagesablauf in der Kita so wenig wie nötig zu stören, wurde für die Handwerker ein separater Eingang geschaffen, was während der Arbeiten am zweiten Bauabschnitt ebenfalls geschehen wird. Auch bei den Ausschreibungen der Planer sei darauf hingewiesen worden, dass laute Arbeiten wenn möglich am Nachmittag und unter Einhalten der Ruhepause durchgeführt werden sollen, weist Daniela Dervenska hin, die mit der Bauleitung betraut ist. Erzieherinnen und Kinder müssen enger zusammenrücken, aber das stört nicht wirklich. „Die Belastungen halten sich in Grenzen“, erzählt Neumayer. Zumal mit dem Außengelände eine Ausweichmöglichkeit besteht und es für die Kinder spannend sei, wenn die Handwerker mit Werkzeugen oder Gerätschaften anrücken oder Material angeliefert werde. Wenn der Nachwuchs ab September wieder in der Kita anrückt, hat sich einiges getan: Mit dem Beginn der Arbeiten am zweiten Bauabschnitt ist die Schutzwand an eine andere Stelle gerückt. Damit ist der neu gestaltete Bereich nutzbar. In dem gesperrten Abschnitt werden neue Wände eingezogen, sodass ein Flur entsteht, von dem aus Mehrzweck-, Personal- als auch Schlafraum zugänglich sind. „Wir sind im Kosten- und im Zeitrahmen“, halten die Mitarbeiter des Architekturbüros fest. Dass Bedarf nach weiteren Kita-Plätzen für Eltern aus Vogelbach und Bruchmühlbach besteht, hebt Neumayer hervor: „Auf unserer Warteliste für die Einjährigen haben wir sieben Kinder und für die Zweijährigen sind alle zwölf Plätze vergeben.“ Die Leiterin geht davon aus, dass der Bedarf noch steigen wird. Im Mai wurde mit Umbau und Sanierung begonnen, abgeschlossen ist die Maßnahme voraussichtlich im Sommer 2015. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 423.000 Euro. 166.000 Euro tragen je zur Hälfte Bund und Land, die Restsumme wird von Kreisverwaltung und Ortsgemeinde finanziert. Nicht eingeplant waren Feuchtigkeitsschäden an der Außenmauer zum Spielplatzgelände, die Ende Juli entdeckt und freigelegt wurden. Ursache hierfür sind eine schadhafte Isolation und Anschlüsse der Lichtschächte. Zurzeit erarbeitet das Architekturbüro ein Sanierungskonzept mit Kostenschätzung. (lmo)