Kreis Kaiserslautern „Ein Ort mitten im Quartier“
Rund 60 Interessierte hatten sich am Mittwochabend in der Landstuhler Zehntenscheune eingefunden, um sich über das im Bau befindliche Caritas-Altenzentrum zu informieren. „Baukümmerer“ Thomas Matz und Architekt Florian Feth gaben Auskünfte und beantworteten Fragen zu dem Haus. So mancher Besucher wünschte sich betreutes Wohnen und Tagespflege, was allerdings nicht vorgesehen ist.
Matz, der das Altenzentrum Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben leitet und Ideen für die Landstuhler Einrichtung eingebracht hatte, erläuterte, dass es seine Aufgabe sei, den Kontakt mit den Menschen vor Ort zu halten. Der Abend sei festgesetzt worden, um dem Wunsch von Anwohnern nach mehr Informationen Rechnung zu tragen und mit den Anwesenden in den Dialog zu kommen. Gemeinsam mit Feth stellte er den Neubau vor, der über 84 Plätze ausschließlich in Einzelzimmern mit Duschbad auf jeweils 25 Quadratmetern verfügt. Im Erdgeschoss sind drei, im Obergeschoss vier Wohngruppen für je zwölf Bewohner vorgesehen. Jede dieser Gruppen verfügt über einen barrierefreien, rollstuhlgerechten Gemeinschaftsraum von etwa 65 Quadratmetern. Dieser ist entweder mit einem Zugang nach draußen oder einer Loggia versehen. In jedem Geschoss sind ein Pflegebad sowie zwei Aufzüge und vier Treppenhäuser vorhanden. Das zum Teil unterkellerte Gebäude hat eine quadratische Form. Mittig ist ein etwa 500 Quadratmeter großer Innenhof mit Bäumen, Sonnensegeln und Sitzgelegenheiten vorgesehen. Hier sowie im Außenbereich und in den Stockwerken befinden sich Umgänge. Neben dem offen gestalteten Eingangsbereich mit Büro liegen drei Mehrzweckräume, die mit mobilen Wänden ausgestattet sind, sodass sie variabel genutzt werden können. Im Untergeschoss befinden sich das mit Gas betriebene Blockheizkraftwerk sowie Lager- und Nutzräume und die Küche. Hier könne auf Speisenwünsche sowie auf gesundheitliche Bedürfnisse der Bewohner eingegangen werden, erläuterte Matz. Insgesamt werden etwa 40 Mitarbeiter in Pflege, Reinigung und Küche beschäftigt sein, wobei immer etwa 25 anwesend seien. Für sie und für Besucher stehen 50 Parkplätze am Haus zur Verfügung. Die Gesamtfläche des Areals beträgt circa 12.000 Quadratmeter, das Gebäude nimmt einen Raum von rund 8000 Quadratmetern ein. „Es soll ein Ort mitten im Quartier, ein Ort des Lebens und des Miteinanders sein“, beschreiben Thomas Matz und Florian Feth das Konzept. Aufmerksam verfolgten die Anwesenden den Vortrag und stellten immer wieder Zwischenfragen. Vor allem der Wunsch nach betreutem Wohnen wurde mehrfach angesprochen und sorgte für Diskussionen. Auch wurde die Frage nach einer Tagespflegeeinrichtung laut. Matz sicherte zu, diese Idee der Geschäftsführung vorzutragen und berichtete, dass Plätze für Kurzzeit- und Verhinderungspflege eingestreut werden sollen, wobei deren Anzahl noch offen sei. Feth verwies auf zwei Freiflächen auf dem Gelände, auf denen weitere Bauten für solche Bedarfe möglich seien. „Die Zeit drängt“, machte ein 88-Jähriger deutlich. Gefragt wurde zudem, ob auch ein Ehepaar in der Einrichtung zusammen leben könne. Dies sei leider nicht möglich, sagte Matz. Tierhaltung hingegen oder das Mitbringen von eigenen Einrichtungsgegenständen seien generell erlaubt. Interesse bestand auch an den künftigen Mitarbeitern. Ob man sich jetzt schon bewerben könne wurde gefragt, was der „Baukümmerer“ bejahte. Auf die Frage nach der Anzahl der Nachtwachen antwortete Matz, dass zwei anwesend seien. Feth bestätigte, dass der Bau im Zeitplan liege. Der Rohbau des Kellers sei fertiggestellt, der Rohbau des Erdgeschosses zu 70 Prozent abgeschlossen. Noch vor Weihnachten solle ein Gebäudeteil überdacht werden. Das Altenzentrum soll voraussichtlich Ende 2019 eingeweiht werden können, so der Architekt.