Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Drogen und Messer: 20-Jähriger aus Ramstein zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt

Das Messer war entscheidend: Weil ein Mann nicht nur Drogen, sondern auch eine Waffe bei sich hatte, muss er ins Gefängnis.
Das Messer war entscheidend: Weil ein Mann nicht nur Drogen, sondern auch eine Waffe bei sich hatte, muss er ins Gefängnis.

Dass er Drogen bei sich hatte, wog an und für sich schon schwer genug. Weil der 20-Jährige aber noch ein Messer griffbereit bei sich trug, hat er eine empfindliche Strafe quittiert. Der Mann aus Ramstein-Miesenbach wurde vorm Amtsgericht zu einer dreijährigen Jugendstrafe verurteilt.

Eher zufällig sei der Mann am 4. März dieses Jahres ins Netz gegangen: Polizisten seien im Zug von Homburg nach Kaiserslautern auf den Mann aufmerksam geworden, erläuterte Jan Hornberger, Direktor des Amtsgerichts Landstuhl, wie das Verbrechen ans Tageslicht gekommen war. Zunächst hatten die Beamten den Verdacht gehegt, dass der Mann „nur“ Drogen konsumiert habe.

Und um ein Verbrechen handelt es sich, da der Tatbestand mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bewehrt ist. Das Messer, das die Beamten bei dem Mann entdeckten, spielte eine entscheidende Rolle: Er hatte es auf dem Sitz deponiert, im Polster unter seinem Gesäß zu verbergen versucht.

Haschisch sichergestellt

200 Gramm Haschisch stellten die Polizeibeamten noch im Zug sicher. Weitere 60 Gramm fanden sich, als gleich danach die Wohnung des 20-Jährigen in Ramstein näher unter die Lupe genommen wurde.

Als die Sache in der vergangenen Woche vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht Landstuhl verhandelt wurde, war der Mann aus der Jugendstrafanstalt vorgeführt worden. Dort saß er schon seit einiger Zeit wegen einer vorangegangenen Verurteilung ein. Zwei Geldstrafen, die der Mann zuvor schon wegen Drogendelikten erhalten hatte, wurden laut Amtsgerichtsdirektor in die Verurteilung mit einbezogen.

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