Kreis Kaiserslautern Drehort Simultankirche

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Die Internet Filmserie „Klamm“ hat einmal mehr die Westpfalz ins Auge der Kamera gerückt. Drehort für all das Mystische und geheimnisvoll Mörderische war gerade die Simultankirche in Vogelbach. „Wir haben die zweite Episode fast im Kasten“, freut sich Tommy Fischer, der Regisseur und Macher der Filmserie „Klamm“. Im Frühjahr soll der zweite Serienteil unter dem Titel „Wachtet auf, ruft uns die Stimme“ online gehen.

Vor ziemlich genau vier Jahren im Oktober 2012 fing alles an. Damals waren Tommy Fischer und Marc End, die beiden gebürtigen Bruchmühlbach-Miesauer, zum ersten Mal mit einem Kamerateam, Schauspielern, Maske und allem, was es zum Drehen so braucht in der Westpfalz. Im Schützenhaus in Bruchmühlbach fand seinen Anfang, was im Mai 2013 in der Premiere des rund 30 minütigen Filmes „Klamm“ Begeisterung auslöste. Fischer, der mit Schauspielern ohne Gage und mit Hilfe des halben Dorfes, zum Ziel kam, weiß: ohne Geld lässt sich kein Film drehen. Den Pilotfilm hat er weitgehend selbst finanziert. Für „Klamm – Teil II“ wurde eine Crowdfundingkampagne gestartet. Das Geldsammeln übers Internet brachte rund 3300 Euro. Nicht genug, aber die zweite Episode, längst von Fischer zu Papier gebracht, konnte in Angriff genommen werden. 2015 wurde wieder gedreht. Die Tausendmühle in Bruchmühlbach, mystischer Schauplatz im Pilotfilm, war wieder im Mittelpunkt der Kameras. Auch in Hauptstuhl wurde gedreht, mit Toten, ohne Mörder und mit vielen Rätseln. Fischer bleibt sich treu. Es ist ein bisschen Zeit ins Land gezogen, bis wieder eine Filmcrew in der Westpfalz aufgelaufen ist. „So ganz sind wir nicht im Zeitplan“, gibt Tommy Fischer zu und verweist auf seinen Anspruch: „Keine Kompromisse an der Qualität, lieber eine verlangsamte Gangart.“ Die Schauspieler spielen ohne Gage, folglich muss sich Fischer nach ihnen richten. Das Budget ist ohnehin schmal. Einige Drehs hat er deshalb in Frankfurt, wo er als Kameramann und Cutter arbeitet, gefertigt. Das war billiger als alles in die Westpfalz zu karren. Doch die Simultankirche mit ihrem ganz besonderen Flair war in Frankfurt in keinem Filmstudio zu ersetzen. Die „Klamm“-Macher konnten vor Ort auf die Unterstützung in der Heimat setzen. „Ohne Bernhard Hirsch, der den Dreh in der Kirche organisiert und einmal mehr für unsere Verpflegung gesorgt hat, wäre das alles nicht machbar“, ist der Regisseur seinen Leuten aus der Heimat unendlich dankbar. Auch dass er in der Kirche drehen durfte, begeistert ihn noch immer. In Vogelbach schlüpfte die Schauspielerin Nadine Petry erneut in die Hauptfigur der Julia. Auf der Suche nach ihrem Vater begegnet sie einer Unbekannten, gespielt von Gaby Zillich. Zur Erinnerung an „Klamm“: Julia lebt bis zu ihrem Schulabschluss im Schützenheim, lernt mit der Waffe umzugehen, will Fotografin werden und die Welt sehen. Zur Beerdigung ihrer alten Schulfreundin Natalie kehrt sie ins Schützenheim zurück und steht einem kaum zu erklärenden Übel gegenüber. Der Drehtag in Vogelbach, bei dem das Fischer-Team von der Frankfurter Video-Firma YouNameIt unterstützt wurde, war der vorletzte Drehtag. Die letzten Szenen sollen im November – diesmal wieder im Studio in Frankfurt – folgen. „Danach geht es weiter in der Post-Produktion mit Farbkorrektur, Sound, Design, Schnitt, Musik und Effekten“, deutet der Regisseur an, dass noch ein bisschen Arbeit in dem Filmprojekt steckt, die neben dem Berufsalltag auf ihn wartet. „Anfang 2017 steuern wir die Premiere an“, gibt er sich zaghaft optimistisch und äußert zudem gleich den Wunsch, die etwa 40-minütige „Klamm“-Episode diesmal in einem Kinosaal zeigen zu können. Auf jeden Fall aber wieder in seiner Pfälzer Heimat. info www.klamm-dieserie.de |thea

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