Trippstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Die Wilenstein Grundschule hat eine neue Leiterin

Will Bewährtes fortführen und eigene Inspirationen einfließen lassen: Schulleiterin Alexandra Peters.
Will Bewährtes fortführen und eigene Inspirationen einfließen lassen: Schulleiterin Alexandra Peters.

Das neue Schuljahr hat begonnen und mit ihm die neue Leiterin der Wilenstein Grundschule in Trippstadt. Alexandra Peters tritt die Nachfolge von Inge Schmalenberger an, die in den Ruhestand gegangen ist.

Ein neues Wirkungsfeld erfordert Einarbeitung. Und so hat Alexandra Peters einen Teil der Ferien damit verbracht, sich mit der Schule, ihren Strukturen und künftigen Abläufen vertraut zu machen. Von dem Motto „neue Besen kehren gut“, hält sie nichts. „Ich sehe mich einem großen Erbe gegenüber und lange gewachsenen Traditionen. Was sich über Jahre etabliert und bewährt hat, werde ich fortführen und dabei eigene Inspirationen einfließen lassen.“

Dass die neue Schulleiterin nicht aus der Region kommt, ist unüberhörbar. Ihre Sprache lässt keinen Dialekt erkennen. Die Pfalz ist ihr dennoch nicht fremd. Vor dem Wechsel nach Trippstadt war sie an einer Ganztagsschule in der Vorderpfalz tätig.

Von Griechenland zurück nach Deutschland

„Geboren und aufgewachsen bin ich in Nordrhein-Westfalen, bis meine Eltern nach Griechenland gezogen sind. Dort habe ich in Thessaloniki die deutsche Schule besucht“, erzählt die 52-Jährige. Das Lehramtsstudium führte sie zurück nach Deutschland ins bayerische Regensburg. „Hier habe ich 1996 auch mein Referendariat abgeschlossen. Zu der Zeit waren freie Stellen leider Mangelware. Ich hatte zwar einen Vertretungsvertrag in NRW, musste mir aber überlegen, wie es weitergehen soll.“ Schließlich entschied Alexandra Peters, noch einmal Neuland zu betreten und die Journalismusschule in Bruchsal zu besuchen. „Denn auch diese Branche hat mich schon immer interessiert. Nach der Ausbildung wurde ich beim SWR in Mannheim/Ludwigshafen genommen. Die Arbeit hat mir sehr gut gefallen, allerdings bedeutete es auch, erst am späten Nachmittag Zeit für mein Kind zu haben. Das wollte ich auf Dauer nicht.“

Folglich kehrte sie in den Schuldienst zurück, erhielt nach Stationen in Haßloch und Ludwigshafen den ersten unbefristeten Vertrag in der Eifel. „So schön die Ecke landschaftlich ist, nach 14 Jahren stand mir der Sinn danach, weniger abgeschieden zu leben.“ Auch ihre beiden Kinder seien begeistert gewesen von der räumlichen Veränderung, die in die Vorderpfalz führte.

Dritte Stelle als Schulleiterin

Nun ist Alexandra Peters wieder ein Stückchen westwärts gerückt, um in Trippstadt ihre dritte Stelle als Schulleiterin anzutreten. Dass die Wilenstein Grundschule als Teilnehmer an dem Landes-Projekt „Medienkompetenz macht Schule“ großzügig mit i-Pads ausgestattet ist, freut die Pädagogin. Es sei wichtig, Kinder möglichst früh im Umgang mit digitalen Medien zu schulen, ihnen Anleitung für sicheres Surfen im Internet zu geben und sie für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.

„Da mir journalistische Themen immer noch Spaß machen, ergeben sich vielleicht Möglichkeiten, den Schülern und Schülerinnen zu zeigen, wie man gewissenhaft recherchiert, seriöse Quellen erkennt oder ein Interview führt.“

Doch das sei noch Zukunftsmusik. „Erst einmal bin ich gespannt auf das, was kommt. Ich freue mich, dass die Schule so nah an den Menschen ist und hoffe auf eine gute Teamarbeit mit dem Kollegium“, sagt Alexandra Peters. „Im Gespräch findet sich immer eine Lösung, deshalb verfolge ich das Prinzip der offenen Tür und des offenen Ohrs für Anliegen.“

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