Wochenendkolumne: RHEINPFALZ Plus Artikel Die Versorgung der Evakuierten auf der Air Base war eine Gemeinschaftsaufgabe

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Die Zeltstädte und Versorgungseinrichtungen auf der Air Base Ramstein sind zum größten Teil schon abgebaut. Wenn die restlichen rund 100 afghanischen Evakuierten in den nächsten Tagen in die USA weitergeflogen sind, geht eine beispiellose Evakuierungsaktion zu Ende. Der US-Stützpunkt diente dabei für über zwei Monate als Drehkreuz, um die Menschen, die vor den Taliban geflüchtet waren, in Sicherheit zu bringen. Rund 34.000 Menschen gelangten so von Kabul nach einem Zwischenstopp in Katar nach Ramstein. Eine sichere Unterbringung, Kleidung, Wärme, Hygiene und etwas zu Essen: In Spitzenzeiten bis zu 21.000 Geflüchtete waren gleichzeitig auf der Air Base zu versorgen, zum Teil 60.000 Essen pro Tag zu organisieren. Das war eine Herkulesaufgabe, die die Amerikaner nicht allein stemmen konnten. Doch auf die Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region kann man sich verlassen: Unterstützung kam nicht nur von den umliegenden Kommunen, Verwaltungen und Krankenhäusern, sondern auch viele Vereine und private Initiativen legten sich ins Zeug: Sie halfen beispielsweise beim Essentransport, sammelten zahllose Spenden und sorgten dafür, dass diese an Ort und Stelle kamen. Kürzlich hat sich Brigadegeneral Josh Olson, Kommandeur des 86. Lufttransportgeschwaders der Air Base, dann auch herzlich für die Unterstützung bedankt. Das sei hier nicht der Erfolg der Ramstein Air Base. Es sei der Erfolg für uns alle hier in Rheinland-Pfalz. Recht hat er!

Weitere Kontrollen sind nötig

Von Verkehrslärm und von Rasern genervte Anwohner brauchen oft viel Ausdauer und ein gutes Maß an Frustrationstoleranz. Häufig dauert es Monate und bedarf wiederholter Nachfragen, bis endlich Verkehrskontrollen veranlasst werden. Dass aber auch Messungen alleine nichts bringen, mussten die Anwohner des Neubaugebiets „Mehlbacher Weg“ in Katzweiler erfahren. Denn oft klaffen Wahrnehmung und Messergebnis auseinander, oder das Problem liegt ganz woanders. Die L388 zwischen Katzweiler und Mehlbach ist keine Raserstrecke – das ist die Schlussfolgerung der Polizei nach ihrer Verkehrskontrolle im Oktober. Die Ordnungshüter haben aber zugesagt, dass sie die Kontrollen zum Beginn der Bikersaison noch einmal wiederholen wollen. Denn es sind vor allem die Motorradfahrer, die im Sommer auf der kurvenreichen Straße Gas geben, von denen sich die Anwohner gestört fühlen. Doch was den Motorradlärm angeht, sind der Polizei oftmals die Hände gebunden, weil es keine Regelung gibt, wie viel Dezibel Lärm eine Maschine im Fahrbetrieb erzeugen darf. Der Gesetzgeber ist an dieser Stelle aufgefordert, nachzubessern und wie beim Pkw Grenzwerte festzulegen. Trotzdem sind regelmäßige Verkehrskontrollen wichtig! Für die L388 ist der Anfang jetzt gemacht. Die Anwohner sollten dranbleiben und auf weiteren Messungen im Frühjahr bestehen.

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