Kreis Kaiserslautern „Die Reise fängt jetzt an“
Alle Hürden sind genommen, der Unterricht hat kürzlich begonnen – gestern Nachmittag war die offizielle Eröffnung der Internationalen Schule Westpfalz in Ramstein-Miesenbach. 40 Kinder besuchen die Schule, die in der Marktstraße 37 im ehemaligen Gebäude des ökumenischen Gemeinschaftswerks untergebracht ist.
Eine Aula wie sie in deutschen Schulen üblich ist, existiert in der neuen Bildungseinrichtung nicht. Der offizielle Akt ging deshalb ganz unkompliziert im Hof über die Bühne. Neben zahlreichen Politikern, Vertretern der US-Streitkräfte und aus dem gesellschaftlichen Leben Ramsteins waren auch Vertreter der Ramsteiner Schulen gekommen, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Seitens des Landes beziehungsweise des Bildungsministeriums waren keine Vertreter zur Eröffnungsfeier erschienen.
Ein guter Tag für den Landkreis
Ramsteins Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) sprach von einer „harten Geburt“ mit Blick auf die Auflagen, die etwa beim Brandschutz zu erfüllen waren (wir berichteten). Umso erfreuter zeigte er sich, dass „wir es irgendwie geschafft haben“. Ein Flucht- und Brandschutzweg sei noch nicht ganz fertig, das solle aber in nächster Zeit geschehen, kündigte Hechler an. Dem Betreiber der Schule, der Schweizer Firma SBW, überreichte der Kommunalpolitiker ein Glaswappen der Verbandsgemeinde. Das soll künftig den Eingangsbereich der Schule zieren. „Heute ist ein guter Tag für den Landkreis“, sagte Landrat Paul Junker (CDU). Er erklärte, dass Schulen und Bildung unerlässlich seien für das kulturelle Selbstverständnis. Zu einer globalisierten Welt gehöre aber auch eine global denkende und operierende Schule. Wo sei die besser aufgehoben als in Ramstein, fragte Junker in die Runde. „Die Schule ist hier genau richtig.“ Junker kündigte an, dass demnächst alle Unternehmen im Kreis angeschrieben werden. Sie sollen auf das neue Angebot aufmerksam gemacht werden. Die Schulbetreiber setzen nicht zuletzt darauf, dass die Kinder internationaler Manager ihre Einrichtung besuchen. Derzeit sind Kinder aus sechs Nationen angemeldet. Sie kommen laut SBW aus den USA, aus Portugal, Frankreich, Italien, Korea und Russland. Deutsche sind noch nicht dabei. Aber das soll sich ändern. In der Partnerschule in Neustadt, die ebenfalls von SBW betrieben wird, sind rund 40 Prozent der Schüler aus Deutschland.
Internationale Schule Westpfalz steht am Anfang
Mit einem herzlichen „Grüezi“ begrüßte SBW-Chef Reto Ammann die Gäste. Er ging wie Hechler auf die Probleme der Vergangenheit ein, sprach von einer „nicht einfachen Startphase“. Allerdings habe er in der Westpfalz viel Unterstützung durch die Kommunalpolitik erhalten. Hechler bezeichnete er als „mein personal hero“, also „mein persönlicher Held“. In Richtung der bestehenden Schulen in der Region sagte Ammann, seine Einrichtung wolle keine Konkurrenz sein, sondern vielmehr „Mitgestalter einer innovativen Bildungslandschaft“. Die Internationale Schule Westpfalz sei mit der Eröffnung noch lange nicht am Ende: „Die Reise fängt jetzt an.“