Queidersbach RHEINPFALZ Plus Artikel Die Naturbühne „Am Falkenstein“ bietet diesmal eine ganz andere Waldweihnacht

Mit einer Weihnachtsaufführung erfreuten die Schauspieler der Naturbühne am Falkenstein ihre Besucher in den vergangenen Jahren,
Mit einer Weihnachtsaufführung erfreuten die Schauspieler der Naturbühne am Falkenstein ihre Besucher in den vergangenen Jahren, wie hier 2018. In diesem Jahr haben sie sich ein Alternativprogramm überlegt.

Statt einem Theaterstück ein lyrisches Gedicht, statt Waffeln ein geschmückter Christbaum: Die Waldweihnacht der Naturbühne am Falkenstein in Queidersbach wird in diesem Jahr Corona-konform umgestaltet. Am vierten Adventssonntag soll den ganzen Tag über an der Naturbühne im Wald mit allen Besuchern ein Tannenbaum geschmückt werden.

„Natürlich wird auf Abstand und das Einhalten aller Coronaverordnungen geachtet“, betont Niklas Schäfer von der Naturbühne Falkenstein. „Selbst wenn viele Personen kommen, können wir den Abstand wahren.“

Geschmückt werden soll die große Tanne, die mitten auf der Bühne wächst. Weihnachtsmusik wird durch den Wald klingen. Während der gesamten Adventszeit lockt die weihnachtlich beleuchtete Naturbühne zu einem Spaziergang. Der Höhepunkt soll dann der gemeinsam geschmückte Tannenbaum werden. „Deshalb bitten wir alle Besucher, an dem Tag ein wenig Baumschmuck von Zuhause mitzubringen.“

Das familienfreundliche Weihnachtsstück, das die Schauspieler in den vergangenen Jahren immer am vierten Advent aufführten, muss zwar ausfallen, aber auch dafür hat man eine Alternative gefunden, wie Schäfer berichtet. „Wir werden ein Gedicht schreiben und auf einem großen Plakat den Gästen präsentieren.“

„Das Hobby ist weg, das trifft uns hart“

Dass die Einnahmen aus dem Glühweinverkauf und den angebotenen Waffeln fehlen, trifft den erst drei Jahre alten Verein nicht so stark. „Wir haben ja auch keine Ausgaben derzeit.“ Viel schlimmer sei es für die 20 Schauspieler und ihre 45 Helfer, dass sie nicht spielen können. „Das ganze Hobby ist weg und das trifft uns wirklich hart.“

Er und etliche seiner Schauspielkollegen stehen seit vielen Jahren nicht nur in Queidersbach, sondern auch bei den Burgspielen in Landstuhl auf der Bühne. „Und jetzt geht plötzlich nichts mehr“, bedauert der Schauspieler.

Verstärkt hat der Verein seine Präsenz in den sozialen Netzwerken seit dem ersten Lockdown im Frühjahr. Bei Facebook erreicht die Naturbühne „Am Falkenstein“ mittlerweile 7000 Nutzer. „Jeden Sonntag haben wir auf unserer Seite etwas gepostet, um unseren Zuschauern etwas zu bieten.“ Das sei auch sehr gut angenommen worden. Nun hofft der junge Verein, dass auch die geänderte Form der Waldweihnacht vier Tage vor Heiligabend bei den Theaterfreunden gut ankommen wird.

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