Kreis Kaiserslautern Die alte Posthalterei

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Die Alte Posthalterei in der Kaiserstraße 36 wurde um 1800 erbaut und zählt somit zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt Landstuhl. Das Haus beherbergte jahrzehntelang die Landstuhler Posthalterei – also die Station, an denen die Postkutschen anhielten – sowie eine Gastwirtschaft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand sich das Gebäude im Besitz der Posthalterin Elisabetha Stöhr. Sie verkaufte es 1823 an den Landstuhler Kantonsarzt Heinrich Geiger und seine Frau Sophia Diehl, die es 1832 für 7000 Gulden an Johann Seibert veräußerten, der hier in der Folgezeit als „königlicher Poststallhalter“ und Gastwirt residierte. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Anwesen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vom Katzenbacher Landwarenkaufmann August Jung erworben. Zuletzt wurde das Gebäude, dessen alte Fenster zu Schaufenstern heruntergebrochen waren, als Laden genutzt. Seit geraumer Zeit steht die Posthalterei leer. Als die Pläne für den Abriss aufkamen, gab es zunächst Diskussionen um den Denkmalschutz. Damals hatte sich auch Historiker Roland Paul zu Wort gemeldet (wir berichteten am 6. März 2012): Nach seinen Angaben wurde das Gebäude – das vormals die Hausnummer 41 trug – 1942 von Anton Eckardt und Torsten Gebhardt im Band IX der „Kunstdenkmäler der Pfalz (Stadt und Landkreis Kaiserslautern)“ als erhaltungswürdig eingestuft. Dort heißt es: „Kaiserstraße. Nr. 41. Gasthof zur Post. Zweigeschossiger Putzbau um 1800 mit 9:2 Fensterachsen. Bandgesims, Halbwalmdach. Gefälliges Portal mit gestufter Rahmung, darüber Gehänge und Gesims auf geschweiften Konsolen. Holztüre mit geschnitzten Festons.“ Die heutige Untere Denkmalschutzbehörde sah das anders: Sie erkannte erhebliche Mängel an der Bausubstanz und stufte das Gebäude als nicht erhaltenswürdig ein. Das Portal ist der einzige Teil der Posthalterei, das laut Unterer Denkmalschutzbehörde unter Schutz steht. (oef)

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