Was Bürger ärgert RHEINPFALZ Plus Artikel Der Schulbus kommt zu spät oder überhaupt nicht

Probleme mit dem Busverkehr beschäftigen derzeit die Eltern und Schüler der Josef Guggenmos Grundschule.
Probleme mit dem Busverkehr beschäftigen derzeit die Eltern und Schüler der Josef Guggenmos Grundschule.

Viele dürften es schon erlebt haben: Die Zeit an der Bushaltestelle wird länger als geplant, denn der Bus kommt nicht. Das ist sehr ärgerlich, aber wenn es um Kinder im Grundschulalter geht, dann wird es problematisch. Eltern wie Christian Schläfer stellt das vor Herausforderungen.

Seit diesem Schuljahr beschäftigt ein logistisches Problem die Eltern an der Josef-Guggenmos Grundschule in Enkenbach-Alsenborn. Denn die Kinder kommen oft nicht rechtzeitig an die Schule oder nach Hause, da die Busse nicht pünktlich sind. Unter anderem betroffen ist Christian Schläfer, dessen Sohn dieses Jahr eingeschult wurde. Er berichtet: „Immer wieder kommt der Bus morgens zu spät, teilweise bis zu 20 Minuten. Mittags ist die Situation noch schlechter. An mehreren Tagen kam der Bus gar nicht.“ Konkret geht es um die Linie 136, das bestätigt auch die Kreisverwaltung. Allerdings bliebe es seit Ende der Sommerferien nicht nur bei Verspätungen, sagt Schläfer: „An manchen Tagen fahren die Busfahrer auch an der Haltestelle vorbei und lassen die Kinder einfach stehen. An einem anderen Tag hatte sich der Fahrer verfahren und kam mit 40 Minuten Verspätung an.“

„Personelle Ausfälle“

Die Kreisverwaltung weiß schon Bescheid, schließt aber ein neues Unternehmen als Grund aus: „Seit dem Schulbeginn letzte Woche erreichen die Kreisverwaltung jedoch zunehmend Informationen durch die Eltern oder auch die Grundschule Enkenbach über Verspätungen. Das Buslos Kaiserslautern-Nord, in welchem sich besagte Verkehre befinden, wurde mit Wirkung zum 16. August 2023 neu ausgeschrieben. Insbesondere die von der Schülerbeförderung betroffenen Verkehre wurden in gleicher Form beauftragt und unterlagen damit keinen planerischen Veränderungen. Deshalb lassen sich Verspätungen auch nicht auf geänderte Fahrpläne zurückführen. Zudem ist der Altbetreiber auch der neue Betreiber.“

Dieser ist die DB Regio Bus Mitte. Die Kreisverwaltung gibt an, schon mit dem Unternehmen in Kontakt getreten zu sein: „Nach Auskunft des Busunternehmens gibt es Probleme mit dem Fahrpersonal, es kam zu zahlreichen personellen Ausfällen. Diese mussten kurzfristig durch neues Fahrpersonal ersetzt werden. Leider mangelt es beim neuen Personal noch an der Ortskenntnis, weshalb viele Verkehre schlicht und ergreifend den falschen Fahrweg gefahren sind.“ Dabei setzt die DB Regio wohl auch Subunternehmen ein. Das erschwere die Nachvollziehbarkeit. Die Kreisverwaltung stellt allerdings klar: „Verantwortlich bleibt jedoch die DB Regio Bus.“

„Nicht ordentlich gekennzeichnet“

Christian Schläfer stellen die Unpünktlichkeiten der Busse vor praktische Probleme: „Die Kinder stehen dann alleine an der Bushaltestelle. Dann muss irgendwie organisiert werden, dass das Kind abgeholt wird. Das ist mit der Arbeit aber alles andere als einfach.“ Außerdem seien nicht nur die Verspätungen ein Problem: „Die Busse sind außerdem nicht ordentlich gekennzeichnet. Ich habe meinem Sohn extra die Zahl 136 zur Linie beigebracht. Nun ist allerdings im Bus nur selten ordentlich ausgeschildert, um welchen Bus es sich konkret handelt und die Busfahrer können keine Auskunft geben.“

Die Kreisverwaltung teilt mit, das Problem im Auge zu haben, und gibt an: „Die Kreisverwaltung steht in engem Kontakt mit der DB Regio Bus GmbH. Auf deren Seite erfolgen nach eigener Aussage Maßnahmen, welche die Fahrplanstabilität künftig gewährleisten sollen.“

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