Kreis Kaiserslautern Der Run aufs Gymnasium hält an

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Ramstein-Miesenbach kann seine Bedeutung als Schulstandort weiter ausbauen: Nach dem Reichswald-Gymnasium, das im vergangenen Jahr deutlich zulegte, verzeichnet nun auch die Realschule plus einen kräftigen Anstieg bei den Anmeldungen zum neuen Schuljahr. Steil nach oben schnellen auch die Fünfklässlerzahlen am Landstuhler Sickingen-Gymnasium. Nur geringe Veränderungen gibt es dagegen bei den Integrierten Gesamtschulen im Kreis.

An der Realschule plus in Ramstein-Miesenbach sind bislang 76 Kinder für die fünften Klassen angemeldet. „Damit werden wir künftig sogar vierzügig “, freut sich Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) über die Weiterentwicklung der Schule, die in Trägerschaft der Verbandsgemeinde steht. Im vergangenen Jahr waren 61 Schüler angemeldet, drei fünfte Klassen starteten ins Schuljahr 2015/16. Nach den großen Ferien wird es nun noch eine Klasse mehr sein: „Das ist wirklich eine gute Nachricht“, sagt Hechler. Die frühere Duale Oberschule ist damit die Realschule plus mit den mit Abstand höchsten Anmeldezahlen im Kreis. Während in Ramstein der Trend nach oben geht, zeigt die Entwicklung bei den Pendants in den anderen Verbandsgemeinden eher in die andere Richtung. Nur noch zweizügig ist künftig die Realschule plus in Miesau. Bürgermeister Erik Emich (CDU) bedauert die Entwicklung, deren Ursache er sich allerdings nicht erklären kann. Bislang liegen der Adam-Müller-Schule, die auch von Kindern aus dem Kreis Kusel besucht wird, 40 Anmeldungen vor – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um elf Schüler: Derzeit werden an der Miesauer Schule 51 Fünftklässler unterrichtet. Zweizügig bleibt die Realschule plus in Queidersbach, die aktuell 26 Anmeldungen verzeichnet. Damit ist die Anzahl der Fünftklässler auch hier leicht gesunken: Derzeit werden in Queidersbach 32 Kinder in den Eingangsklassen unterrichtet. Ähnlich sind die Zahlen an der Westpfalzschule Weilerbach: An der integrativen Realschule plus und Schwerpunktschule büffeln im Moment 31 Fünftklässler. Für das nächste Schuljahr liegen derzeit 27 Anmeldungen vor. Da nicht mehr als 25 Kinder in einer Klasse unterrichtet werden, geht die Schule wie schon im Vorjahr nach den großen Ferien wieder mit zwei fünften Klassen an den Start. Hingegen hält der Run aufs Gymnasium an: Einen steilen Anstieg der Anmeldezahlen für die fünften Klassen im Schuljahr 2016/17 verzeichnet das Sickingen-Gymnasium Landstuhl. Nach 80 Neu-Gymnasiasten, die zurzeit die Eingangsklassen besuchen, sind es nach Auskunft der Schule im kommenden Schuljahr 99. Auf hohem Niveau fast gleichgeblieben sind die Zahlen am Ramsteiner Reichswald-Gymnasium, das im Schuljahr 2015/16 einen Ansturm erlebt hatte: Damals war die Anzahl der Fünftklässler von 87 auf 104 emporgeschnellt. Zum neuen Unterrichtsjahr sind zurzeit 101 Mädchen und Jungen angemeldet. „Das liegt im Bereich von normalen Schwankungen“, meint der stellvertretende Schulleiter Martin Nunenberger und zeigt sich mit den Anmeldezahlen zufrieden. Auch zwei Flüchtlingskinder aus Syrien werden demnächst am Reichswald-Gymnasium unterrichtet. „Wir haben bislang noch keine Erfahrungen, wie das in der Praxis funktioniert“, sagt Nunenberger, der sich vorstellen kann, „dass es in den weichen Fächern wie Kunst und Sport, vielleicht auch in Mathematik recht problemlos geht“. Schwieriger würden die Fächer, in denen es auf deutsche Sprachkenntnisse ankommt. Viele Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen in den Schulalltag hat bereits die benachbarte Realschule plus in Ramstein gesammelt (siehe „Zur Sache“). „Dort werden wir uns mal umhören“, sagt Nunenberger. Weitgehend stabil bis leicht rückläufig ist das Interesse von Eltern und Kindern an den drei Integrierten Gesamtschulen (IGS) im Kreis: Die IGS Enkenbach-Alsenborn meldet der Kreisverwaltung nun schon im dritten Schuljahr hintereinander die Zahl von 112 Anmeldungen. Die IGS am Nanstein in Landstuhl wird im Sommer 2016 96 Schülerinnen und Schüler aufnehmen; im Moment besuchen dort 104 Kinder die fünfte Klasse. Fast gleichgeblieben ist die Anzahl der Fünftklässler an der IGS Bettina-von-Arnim in Otterberg: Statt der 94 angemeldeten Kinder im Schuljahr 2015/16 sind es nun bislang 93. Die IGS ist damit auch im neuen Schuljahr wieder vierzügig, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Elke Bonner. (oef/jba)

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