Ramstein-Miesenbach
Das war beim Kreativmarkt geboten
Die über 70 Aussteller aus der Pfalz und dem Saarland hatten bei dem nunmehr zum 27. Mal stattfindenden Kreativmarkt allerhand zu bieten. So manches fiel dabei unter den Titel Upcycling: also die neue, ursprünglich oft gar nicht so vorgesehene Nutzung von eigentlich unbrauchbar gewordenen Materialien und alten Objekten, denen man mit der Umgestaltung ein neues Leben einhaucht. So gab es beispielsweise besonders geformte Messerblöcke, Weihnachtskrippen im alpenländischen Stil oder Lampen aus Lüftungsrohren, in die Weihnachtsmänner, Hunde oder auch FCK-Embleme eingestanzt waren, zu bestaunen und zu kaufen. An nahezu allen Ständen konnten die Besucher des Marktes immer wieder Neues entdecken.
Und Besucher gab es am Samstag reichlich im CCR. Die Aussteller zeigten sich froh darüber. So war etwa Kai Dielforter aus Bruchmühlbach-Miesau, der Kreatives aus Holz anbot, bereits am Samstag mehr als zufrieden, zumal normalerweise erst der Sonntag der besucherkräftigere Tag sei. Nach dem Motto „Man muss ja nicht immer alles gleich wegwerfen“ zeigten Heike Ferber und Dieter Dausmann die Ergebnisse ihrer Geschäftsidee: Innovatives aus recycelten Materialien. So gab es bei den beiden etwa Einkaufstaschen mit humorigen und auch philosophischen Sprüchen, Schmuck aus Fahrradketten, Gürtel aus Radmänteln und Ohrringe aus einem Stück Maßband oder aus kurzen Buntstiften. Viele Aussteller boten zudem kleine Workshops an, so etwa passend zur Weihnachtszeit zum Thema „Binden von Kränzen“. Zudem konnte man mancherorts direkt bei der Entstehung der Waren zusehen. Etwas Besonderes gab es am Stand von Erwin Neumahr. Der „Leatherwork“-Künstler zeigte dort, wie aus einfachem Rindsleder durch eine besondere, mit viel Geduld und genauer Arbeit verbundene Technik namens Punzieren kleine Kunstwerke mit 3D-Effekt werden. Als greifbare Ergebnisse gab es an seinem Stand neben Armbändern auch aufwendig verzierte Armschoner fürs Bogenschießen.
„Der Markt hat sich gut etabliert“
Organisatorin und auch selbst aktive Teilnehmerin des Kreativmarktes war Marita Altherr aus Miesenbach, an deren weithin angenehm duftendem Stand man Zimtwaffeln kaufen konnte. Seit Jahren kümmert sie sich um den Ablauf des Marktes, dessen Vorbereitungen bereits im Februar losgehen. Der Andrang an Ausstellern ist stets groß, der Grund dafür unter anderem klar ersichtlich: „Die meisten Aussteller kommen auf mich zu, weil sich der Markt so gut etabliert hat“, berichtete Altherr. Und genau das hörte man auch von den Ausstellern selbst. Die meisten von ihnen waren zum wiederholten Mal dabei und kommen offenbar jedes Mal wieder gerne nach Ramstein, da ihnen hier besonders die Stimmung und die Kundschaft gefalle. Zudem seien die Parkmöglichkeiten am Ort gut. Nicht zuletzt fühle man sich dank Altherrs Betreuung sehr wohl.
Ein kulinarisches Angebot gab es ebenso, wobei besonders der von den Ausstellern stammende Kuchen zu erwähnen ist. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine gern genutzte Tombola, deren Erlöse dem Förderverein des Hospizes der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach zugutekam.