Trippstadt Das Koordinationszentrum Luchs und Wolf

Unter Leitung von Julian Sandrini erstellen hier vier Mitarbeiter auch die Pläne für das „Management“ dieser beiden Beutegreifer, worunter insbesondere die Beratung von Nutztierhaltern und die Bearbeitung von Anträgen auf Fördermittel für Schutzeinrichtungen und Entschädigungen für gerissene Tiere fallen. Zum Team von Sandrini gehört Michael Back, Koordinator von 33 ehrenamtlichen „Großkarnivorenbeauftragten“, die in einem Netzwerk des Landes Rheinland-Pfalz für die Überprüfung von Hinweisen auf die „großen Fleischfresser“ Luchs, Bär und Wolf zuständig sind.
Bei Meldungen von Jägern, Viehzüchtern oder aus der Bevölkerung, zum Beispiel beim Fund eines gerissenen Rehs, muss der für dieses Gebiet zuständige Beauftragte den Sachverhalt überprüfen und dokumentieren. Wichtig sei hierbei, dass am Fundort nichts verändert wird und die Mitteilung unverzüglich auf der Hotline 06306 911199 bei der Kluwo eingeht, so Back. Deuten die Umstände auf einen Luchs oder Wolf als Verursacher hin, seien an der Fundstelle unverzüglich die entsprechenden Spuren für weitergehende Untersuchungen zu sichern, bei Übergriffen auf Nutztiere auch die entstandenen Schäden zu erfassen.
Um ein im Westerwald umherstreifendes Wolfspaar künftig besser überwachen zu können, beabsichtigt das Kluwo, die beiden Wölfe mit Bewegungssendern auszustatten.
