Ramstein-Miesenbach
Corona-Schnelltest statt Schwitzen im Fitnessstudio
Nachdem klar war, dass seine Fitnessstudios mit Beginn des zweiten Lockdowns wegen Corona ab dem 16. Dezember geschlossen bleiben müssen, wollte Inhaber Lars Springer nicht „einfach nur herumsitzen.“ Sicher hätten er und seine Mitarbeiter auch während der ersten Schließung genug zu tun gehabt: Sie hätten Renovierungsarbeiten in Angriff genommen, die sich schlecht bei laufendem Betrieb machen ließen, zum Beispiel eine Sauna erneuert. „Doch diesmal wollte ich auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Ansteckungszahlen hier in der Region runter gehen und wir dann hoffentlich bald wieder eröffnen können“, sagt Springer, der weitere Studios in Zweibrücken, Pirmasens, Rodalben und Erfenbach betreibt.
Behandlungskabinen aufgebaut, Mitarbeiter geschult
Die Idee, Coronaschnelltests in seinem Ramsteiner Studio in der Landstuhler Straße 29 anzubieten, sei ihm einen Tag vor Weihnachten gekommen. Er habe dann Kontakt mit Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) und Landrat Ralf Leßmeister (CDU) aufgenommen, die beide sehr angetan von seiner Idee gewesen seien. Wenige Tage nach seiner Anfrage beim Gesundheitsamt, was denn alles für die Testungen zu beachten sei, kam eine Mitarbeiterin nach Ramstein, um sich die Räume anzusehen. „Ich hatte mir vorher schon ein Hygienekonzept überlegt“, schildert Springer, der in den vergangenen Tagen dann noch einige „Feinarbeiten“ gemacht hat, um das „Coronaschnelltest-Zentrum Ramstein“ diese Woche eröffnen zu können. Gut 10.000 Euro habe er in das Projekt investiert: Drei Behandlungskabinen aufgebaut und seine Mitarbeiter – Arzthelferinnen und Krankenschwestern – bei einer Ärztin in Weinheim schulen lassen. So weit ihm bekannt sei, sei er der einzige private Anbieter von Coronaschnelltests in der Region, sagt Springer, der sich nicht als Konkurrenz zu Ärzten sehen möchte.
Anmeldung online möglich
Wer einen Schnelltest machen will, könne sich über die Homepage www.coronatest-ramstein.de oder die Mailadresse info@coronatest-ramstein.de einen Termin geben lassen. „Damit ist sichergestellt, dass niemand lange warten muss und sich nicht zu viele Personen gleichzeitig in den Räumen aufhalten“, erklärt der Inhaber. Wer zum Termin kommt, bekommt zunächst eine bestimmte Kabine zugewiesen. Eine Mitarbeiterin in Schutzkleidung mache dann dort einen Rachenabstrich. „Das ist angenehmer als durch die Nase“, erklärt Springer. Das Testergebnis habe eine Genauigkeit von 97,6 Prozent und liege nach einer viertel Stunde vor. „Wer positiv getestet wurde, bekommt von uns dann auch Hinweise, wie er sich weiter zu verhalten hat. Nach jedem Kunden wird die Kabine desinfiziert“, erklärt Springer die Vorgehensweise. Der Test, der für 45 Euro zu haben ist, könne gleich bei der Anmeldung über die Homepage per PayPal, aber auch vor Ort bezahlt werden. Für mehrere Tests gebe es einen Mengenrabatt. Daher könne sein Angebot auch für Firmen interessant sein, deren Mitarbeiter viel Kontakt mit Kunden haben, und die ihre Angestellten daher regelmäßig testen lassen wollten.
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