Ramstein-Miesenbach Corona kann Klepperer nicht aufhalten

Spesbacher Straße, 8 Uhr: Iven, Malin, Sören und Bjarne (von links) legen sich beim Kleppern vorm Haus mächtig ins Zeug. Mama Al
Spesbacher Straße, 8 Uhr: Iven, Malin, Sören und Bjarne (von links) legen sich beim Kleppern vorm Haus mächtig ins Zeug. Mama Alexandra Brabender gefällt’s.

Für gewöhnlich ziehen sie durch die Straßen und machen mit ihren Ratschen ordentlich Lärm: Die Klepperer. Die Einschränkungen in Zeiten von Corona verhindern das allerdings in diesem Jahr. In Ramstein wurde daher einfach von zu Hause aus gekleppert – und doch irgendwie gemeinsam.

Eine lange Tradition hat das Kleppern in der katholischen Gemeinde in Ramstein. An Karfreitag und am Morgen des Karsamstag, wenn die Glocken der Kirche schweigen, übernehmen die Messdiener mit ihren Kleppern oder Ratschen die Aufgabe des Geläutes, um den Morgengruß oder den „Engel des Herrn“ zu verkünden oder auf die liturgische Feier an Karfreitag aufmerksam zu machen.

In diesem Jahr konnte das Kleppern wegen des umgreifenden Coronavirus jedoch nicht in der gewohnten Weise stattfinden. die Ramsteiner Ministranten ließen sich davon nicht weiter beirren. In Eigeninitiative haben sie sich einer bistumsweiten Aktion angeschlossen.

Morgens, mittags, abends – wie bisher auch

Am Karfreitag und am Morgen des Karsamstag wurde dabei einfach von zu Hause aus zur gleichen Zeit um 8 Uhr morgens, 12 Uhr mittags und 18 Uhr abends gekleppert. Mit ihren Ratschen gingen die Klepperer nach draußen vors Haus, auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten, um ordentlich Lärm zu machen, manchmal auch unterstützt von erwachsenen Händen.

Was diesmal leider komplett ausfallen musste, ist jedoch das Sammeln der Ostergabe an den Häusern am Samstag, das für gewöhnlich auf das Kleppern folgt.

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