Ramstein-Miesenbach
Congress Center wird weiter renoviert
Noch sind die Handwerker zugange, und noch sieht es wie in der ehemaligen Kegelbahn nach Baustelle aus. Aber an einigen Stellen ist kaum ein Staubkörnchen mehr zu sehen, zum Beispiel im Oberen Foyer. Die rotbraunen Fliesen wurden durch einen hellgrauen Vinylboden ersetzt, Wände frisch angestrichen, die Holzdecke entfernt und ein neues Treppengeländer aus Edelstahl montiert. „Alles soll hell und freundlich sein“, beschreiben Andreas Guhmann und Burgel Stein von der Geschäftsführung die Veränderung. Da stört es nicht, dass derzeit noch Löcher in der Decke – hier wurden auch die Lüftungseinlässe ersetzt – offen sind. Sie werden mit insgesamt 230 LED-Einbauleuchten gefüllt.
„Eine Ambientebeleuchtung muss rein“
Die Beleuchtung ist ein Thema für sich, denn was mit den 22 Kronleuchtern mit jeweils 72 Glühmitteln im Großen Saal geschieht, ist noch offen. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1986 verbreiten sie festliche Stimmung, aber aus wirtschaftlicher, energetischer und ökologischer Sicht sind sie nicht mehr zeitgemäß. Um zu klären, wie es damit weitergehen könne und inwieweit ein Umrüsten möglich sei, sei ein Lichtarchitekt beauftragt worden, so Guhmann. „Sicher ist aber: Eine Ambientebeleuchtung muss rein.“ Eine Entscheidung hierüber werde im Sommer gefällt.
Das Untere Foyer ist ebenfalls in dem hellen Grauton gehalten. Die Garderobenständer sind verschwunden. An ihre Stelle rücken künftig Stehtische, Barhocker und Sessel. Die in die Jahre gekommenen Toilettenanlagen wurden komplett modernisiert. Neue Fliesen mit Schmuckbordüre, neue Sanitärobjekte und Aufsatzhandwaschbecken – beides mit Sensor für kontaktloses Spülen und Waschen ausgestattet – und ein Behinderten-WC, in dem sich jetzt auch der Wickeltisch befindet, gibt es.
Garderobe statt Kegelbahn
Die Kegelbahn im Untergeschoss wurde außer Betrieb genommen, die Technik an die Ortsgemeinde Hütschenhausen verkauft. Bei rückläufigen Nutzerzahlen und hohen Auflagen – unter anderem bezüglich Lüftung und Brandschutz – sowie einem Wassereintritt im Deckenbereich wäre eine Investition in sechsstelliger Höhe erforderlich und damit eine Renovierung nicht mehr rentabel gewesen, so Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU).
Ungenutzt bleibt sie aber nicht. Dort, wo bislang die Kugeln rollten, entsteht die Garderobe. Dazu wurden zwei fensterartige Wanddurchbrüche als Durchreiche geschaffen, die mit Rollläden während einer Veranstaltung verschlossen werden. Für den laufenden Betrieb bedeutet das, dass das Personal dann anderweitig eingesetzt werden kann. Für dringende Fälle kann ein Mitarbeiter über einen Schalter herbeigerufen werden.
Dahinter wurden Zwischenwände gezogen. Hier entstehen ein Magazin und ein Requisitenlager. Der Raum dahinter mit Theke und Zugang zur Gastronomie kann künftig von den Mitarbeitern genutzt oder für Feiern und Tagungen gemietet werden. Noch sind Restarbeiten zu erledigen, aber Guhmann geht davon aus, dass sie in drei bis vier Wochen abgeschlossen sind.
Bürgermeister will gerne noch nachlegen
2020 wurden im Rahmen eines Umbaus der Haupteingang mit Geschäftsstelle, Postfiliale, VRN-Mobilitätszentrale und RHEINPFALZ-Servicepunkt in Richtung Zentraler Omnibusbahnhof verlegt. Dabei entstand auch im Untergeschoss ein weitläufiger Raum mit barrierefreiem Zugang, mobiler Theke und deckenhohen Glaselementen, die sich öffnen lassen. Im Rahmen der Sommerlounge mit Veranstaltungen im Freien wurde diese Möglichkeit mehrfach genutzt.
Ob sie wie geplant auch in diesem Jahr ab 11. Juni stattfinden können, ist noch offen. Das heißt nicht, dass das CCR-Team Langeweile hat. Denn neben dem Planen von Veranstaltungen ist es Ansprechpartner für die Arbeiter im Haus. „Wir sind mit den Umbaumaßnahmen voll beschäftigt“, erzählen Guhmann und Stein.
Für den Stadtchef steht fest: „Wir haben das Haus für die Zukunft fit gemacht.“ Fast 300.000 Euro seien im Haushalt für die aktuelle Maßnahme eingeplant. Dies sei auch eine Wertschätzung für die Bürger. „Die Stadt steht zu ihrem Haus.“ Dabei würde er gerne noch nachlegen, denn der Außenbereich der Gastronomie und der ehemalige Haupteingang müssten seiner Meinung nach auch zeitgemäß umgestaltet werden.