Ramstein-Miesenbach
Congress Center Ramstein: Das ist der Pächter fürs Restaurant
Das „Backstage“ mit dem Zusatztitel „Die Bühne“ fungierte bisher als 100-prozentige Tochter des Congress Centers Ramstein (CCR), berichtet Verbandsgemeindebürgermeister Ralf Hechler. Jetzt werde das Lokal verpachtet, die Mitarbeiter alle übernommen. „Wir verpachten zunächst auf unbefristete Zeit“, fügt er hinzu, ein Ratsbeschluss folge noch. In das Restaurant „Backstage“ im CCR zieht also frischer Wind ein. Ab Mittwoch, 10. Juli, eröffnet das Lokal unter neuer Leitung von Stephan Kaiser.
Als Gründe dafür, das Restaurant künftig zu verpachten, führt Hechler massive Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Personal an. „Damit hatten wir riesige Probleme. Es gab viele Reservierungen, aber wir haben keine Leute gefunden“, blickt er zurück. Zudem habe es nur einen Koch gegeben, mitunter hätten Öffnungszeiten nicht eingehalten werden können. Das soll sich mit dem neuen Pächter als Hauptverantwortlichen künftig ändern. Laut Hechler zieht in Stephan Kaiser ein „hochmotivierter Koch“ in „Die Bühne“ ein.
Hessen, Israel, Pfalz
Der Gastronom Stephan Kaiser ist in Ramstein kein Unbekannter. Der gelernte Koch und Metzger war zuvor acht Monate lang im Restaurant Pirsch in Ramstein. Auch die Mitarbeiter aus dem Pirsch würden übernommen. Das „Backstage“ werde der 38-Jährige künftig mit dem Zusatz „Taste the Palz“ (Schmecke die Pfalz) schmücken, kündigt Hechler an.
Mit der Übernahme der „Bühne“ rückt Kaiser nun stärker ins Stadt-Zentrum. Die Mischung aus Restaurantbetrieb, Tagungen und Großveranstaltungen im CCR reize ihn, sagt er der RHEINPFALZ. Mit großen Veranstaltungen habe er Erfahrung, überhaupt habe er bereits eine „lange Gastrogeschichte“ hinter sich. Diese führte ihn unter anderem nach Frankfurt, wo er im Bahnhofsviertel das Kult-Restaurant „Bar Shuka“ eröffnete, das für seine orientalisch geprägte Fusionsküche mit Frankfurter Einschlag bekannt ist. Im Ausland machte er unter anderem Station in Israel, kennt bestens die Neue-Tel-Aviv-Küche mit viel Gemüse.
Barrierefreier Zugang zu den Toiletten
An der Karte werde sich zunächst nicht viel ändern, allerdings wird Kaiser manches neue Gewürz mit orientalischer Note mitbringen. Vom Nahen Osten inspiriert sind Küchen-Techniken wie Einlegen oder länger Fermentieren. Auch vegane Kochkunst ist Kaiser vertraut, genauso wie Pfälzer Hausmannskost.
Die Öffnungszeiten sollen zunächst unverändert bleiben, „danach schauen wir, wie man noch erweitern kann“, berichtet Kaiser. Aufgewertet werden soll das Restaurant durch einen künftig barrierefreien Zugang zu den Toiletten, berichtet Hechler. Auch die energetische Sanierung des Hauses stehe an. Insgesamt würden nächstes Jahr rund 400.000 Euro investiert, sagt der Bürgermeister.
Das Restaurant „Pirsch“ ist bereits seit dem 17. Juni geschlossen, wie Ella Hausmann mitteilt. Es gehört zum gleichnamigen Hotel, so die Geschäftsführerin. Konkrete Pläne für eine Neuübernahme gebe es noch nicht. Allerdings habe sie vor, das Restaurant auch in Zukunft wieder zu verpachten, sagt Hausmann.