Ramstein-Miesenbach CDU-Politiker Richard Lill im Alter von 89 Jahren gestorben
Das Lehrerehepaar Lill kam 1959 nach Miesenbach und unterrichtete dort an der Volksschule. Von 1972 bis 1994 leitete Richard Lill die Wendelinusgrundschule Ramstein-Miesenbach.
Kommunalpolitisch war der 1930 in Brücken/Pfalz geborene Richard Lill fast von Anfang an aktiv: 1965 zählte er zu den Mitbegründern des CDU-Ortsverbandes Miesenbach. Nach dem Zusammenschluss der Ortsteile Ramstein und Miesenbach war er von Januar 1970 bis zum 27. August 1999 nahezu 30 Jahre lang Beigeordneter der Gemeinde und späteren Stadt Ramstein-Miesenbach. Er war ein enger Freund und Vertrauerter des bis 1999 regierenden Bürgermeisters Julius Divivier.
Von 1972 bis 1999 Mitglied im Verbandsgemeinderat
Nach Gründung der Verbandsgemeinde 1972 gehörte Lill auch ununterbrochen dem VG-Rat an und beendete ebenfalls 1999 seine aktive politische Laufbahn gemeinsam mit Divivier. Die CDU verlieh den „vier Musketieren“ Julius Divivier, Felix Naßhan, Karl Mitschang und Lill im Jahr 2000 die Ehrenmitgliedschaft des CDU-Stadtverbandes.
Der gläubige Katholik war auch am Kirchenbau der katholischen Kirche in Miesenbach maßgeblich beteiligt, die im September 1962 geweiht wurde. Sehr interessiert und mit Wohlwollen verfolgte er stets die Entwicklung der Stadt Ramstein-Miesenbach.
In den letzten Jahren hatte er jedoch gesundheitlich einige Einschränkungen zu verkraften, von einem Sturz vor gut fünf Wochen erholte er sich nicht mehr richtig und verstarb am Mittwoch im Kreise seiner Familie zu Hause.
Beisetzung im engsten Kreis, aber Kondolenzlisten liegen aus
Auf seinen persönlichen Wunsch hin wird die Beisetzung in der nächsten Woche im engsten Familienkreis auf dem Friedhof in Miesenbach stattfinden. Ab Samstag liegen Kondolenzlisten an den beiden Aussegnungshallen in Miesenbach und Ramstein aus.
Bürgermeister Ralf Hechler hat Richard Lill selbst noch als Lehrer erlebt und ihn seit 1988 „auch als Freund und Förderer in der Kommunalpolitik über alle Maßen geschätzt“. Lills Wort und Rat war „stets gefragt und hatte Gewicht“, sagt Hechler über seinen Parteifreund.
Die ihm 2019 angetragene Ehrenbürgerschaft der Stadt hat er aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht annehmen wollen, sich dennoch „sehr darüber gefreut und geehrt gefühlt“, erinnert sich Hechler an den bescheidenen Mann.