Kreis Kaiserslautern Buntes Treiben im „Haus für alle“
Am Sonntag hatte das Ökumenische Gemeinschaftswerk Pfalz zum Reha-Fest in die Reha Westpfalz in Landstuhl eingeladen. Das bunte und äußerst vielfältige Angebot kam bei den zahlreichen Besuchern bestens an.
„Das ist doch Steffens Zuhause!“ Mit diesen Worten macht Dieter Brose aus Contwig die Verbundenheit seines 33-jährigen Sohnes Steffen zu der Einrichtung deutlich. „Seit seiner Kindergartenzeit kommt er hier her“, fügt seine Frau Anni hinzu. Von Montag bis Freitag verbringt Steffen, der im Rollstuhl sitzt, seine Zeit in der Tagesförderstätte. Und weil er nun schon so lange hier ein und aus geht, freut er sich „besonders auf das leckere Essen und alte Bekannte wieder zu treffen“, wie er versichert. Vielen Besuchern scheint es an diesem Tag ein wichtiges Anliegen zu sein, Ehemalige und Angehörige wieder zu treffen. „Im Wechsel mit den Westpfalz-Werkstätten findet dieses Fest alle zwei Jahre statt“, erläutert Einrichtungsleiter Martin Phieler. Seit den 1970er Jahren habe es Tradition. Etwa drei- bis viertausend Gäste erwartet die Einrichtung an diesem Tag. „Menschen, die hier unterstützt werden, deren Angehörige, viele Landstuhler und auch Besucher aus der Umgebung finden ihren Weg zu uns“, so Phieler. Denn das Angebot an diesem Tag kann sich sehen lassen. Beginnend mit einem ökumenischen Gottesdienst am Vormittag finden innerhalb der Gebäude und auf dem weitläufigen Areal viele Veranstaltungen statt. Vom Bühnenprogramm auf dem Festplatz über einen Taekwon-Do-Kampfkunstbeitrag bis zur Zirkusdarbietung der Förderschule wird reichlich Unterhaltung geboten. „Ich komme immer wieder gerne“, lobt Kreisbeigeordneter Peter Schmidt (FWG), zuständig für Jugend und Soziales, das „herzliche Miteinander“ in der Einrichtung. Viel Spaß haben die zehn Freiwilligen der Landstuhler Feuerwehr. Markus Latka und sein Team gewähren den vorwiegend jungen Interessierten Einblicke in ihr Metier. Sich ins Feuerwehrauto setzen, die Spritzen ausprobieren, die Schutzkleidung anziehen – (fast) alles, was die Kinder interessiert, ist heute erlaubt. Für Wagemutige hält das Team um Stefan Lutz eine erlebnispädagogische Besonderheit bereit. Im Kletterwald dürfen, gut gesichert durch erfahrene Helfer, zwei Bäume bestiegen werden. „Das ist wichtig für das Selbstwertgefühl“, meint der Ergotherapeut. Denn für Menschen mit Handicap „ist diese Herausforderung noch eine ganz andere Nummer“, sagt er. Eine Autogrammstunde mit Fußballern des 1. FCK, Streichelzoo, Hüpfburg und natürlich Führungen im Wohnheim stehen auf dem Programm. Zahlreiche Kreativ- und Bastelangebote, Kinderschminken und Airbrush-Tattoos bieten für jeden Abwechslung und Interessantes. Der Duft von Gegrilltem und Kuchen durchzieht die Luft. Fast an jeder Ecke gibt es Leckereien für den hungrigen Besucher. Die musikalische Unterhaltung kommt auch nicht zu kurz: Die Schwarzbachtaler Blasmusik und Irish Spirit unterhalten die Gäste. Die Schülerband Hoppla Kids der Förderschule, die integrative Band Carpe Diem Unerhört sowie Tanzevolution der integrativen Kindertagesstätte zeigen vor einer stattlichen Anzahl Besucher ihr Können. Info Weitere Informationen im Internet auf der Seite www.gemeinschaftswerk.de.