Ramstein-Miesenbach Brücke über die Gleise steht, Radweg wird bald freigegeben

Fast fertig: Die neue Brücke über die Bahngleise wird am Freitag, 11. August, freigegeben.
Fast fertig: Die neue Brücke über die Bahngleise wird am Freitag, 11. August, freigegeben.

Der Rad- und Fußweg zwischen Ramstein und Miesenbach kann bald wieder genutzt werden. Die neue Brücke über die Bahngleise wird am Freitag, 11. August, um 11 Uhr freigegeben. Die alte Radwegbrücke in Holzbauweise war morsch und marode und musste ersetzt werden.

Eine Überprüfung der rund 35 Jahre alten Brücke im Jahr 2018 zeigte erhebliche Mängel. Die Tragfähigkeit war eingeschränkt. Die Brücke musste mit einem Bauzaun auf beiden Seiten auf 1,50 Meter verengt werden. Daher beschloss die Stadt, das von Fußgängern und Radfahrern viel genutzte Bauwerk zu erneuern. Es verbindet die Stadtteile Ramstein und Miesenbach und ermöglicht auf kurzem Weg die Anbindung Miesenbachs an Bahnhof und Busbahnhof sowie an das Stadtzentrum.

Für die Objekt- und Tragwerksplanung ist die Borapa Ingenieurgesellschaft in Kaiserslautern verantwortlich. Im Dezember wurden die Leistungen zur Erneuerung der Radwegbrücke über die Bahngleise öffentlich ausgeschrieben. Sieben Firmen hatten die Ausschreibungsunterlagen angefordert, fünf hatten Angebote vorgelegt. Günstigster Anbieter war eine Firma aus St. Ingbert mit 276.356 Euro. Diese wurde vom Stadtrat beauftragt, die Arbeiten durchzuführen.

Breiter als die alte Brücke

Die neue Brücke wurde in Stahlbauweise errichtet. Die beiden parallel zueinander verlaufenden Hauptträger haben eine Spannweite von 18,10 Meter. Zwischen den beiden Hauptträgern verläuft der Radweg mit einer Breite von drei Metern – bei der alten Brücke waren es 2,5 Meter. Die Fahrbahn auf der Brücke besteht aus neun Stahlbeton-Fertigteilplatten. Die seitlichen Geländer haben eine Höhe von 1,30 Meter ab Oberkante Fahrbahn. Die geforderte Höhe über Schienenoberkante beträgt 5,30 Meter. Die neue Brücke hat eine Steigung von zehn Prozent – bei der alten waren es zwölf. Die geringere Steigung soll Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Nutzung des Weges erleichtern.

Gefördert wird das Bauwerk mit einem Zuschuss von 75 Prozent aus dem Sonderprogramm Stadt und Land des Bundesverkehrsministeriums. Für den Aushub der alten Brücke in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni und das Einheben der neuen Brücke in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli wurde die Nachtruhe der Bahn genutzt.

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