Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Blockheizkraftwerk in Ramstein-Miesenbach eingeweiht

Staatssekretärin Daniela Schmitt spricht zur Einweihung der Kraft-Wärme-Anlage in Ramstein-Miesenbach.  Foto: VIEW
Staatssekretärin Daniela Schmitt spricht zur Einweihung der Kraft-Wärme-Anlage in Ramstein-Miesenbach.

Die modernste Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) der Region wurde am Freitag in Ramstein-Miesenbach offiziell für die Fernwärmeversorgung Flugplatz Ramstein (FFR) in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe der Air Base Ramstein, direkt neben dem Freizeitbad Azur. Das Investitionsvolumen für die Anlage beträgt 18 Millionen Euro.

Bei der Feierlichkeit am Freitagnachmittag konnte Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Vertreter der Air Base begrüßen, darunter auch die Staatssekretärin aus dem Wirtschaftsministerium, Daniela Schmitt, sowie die Geschäftsführer der FFR, Georg Leydecker und Reinhold Matmuja, sowie René Chassein, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke.

Die Staatssekretärin würdigte das modernste Blockheizkraftwerk der Region als Erfolg der Energieversorger. Auch die Zusammenarbeit mit dem Flugplatz Ramstein sei hervorzuheben. „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann man viel erreichen.“

Die KWK-Anlage wurde im Auftrag der FFR, einer Tochtergesellschaft der Pfalzwerke und Stadtwerke Ramstein-Miesenbach, von den Pfalzwerken gebaut. Nach knapp zwei Jahren Bauphase ist das Heizwerk seit Ende vergangenen Jahres am Netz.

Die Anlage mit einer elektrischen Leistung von 12,9 Megawatt und einer thermischen Leistung von bis zu 13,2 Megawatt setzt Erdgas zur Strom- und Wärmeerzeugung ein. Pro Jahr werden künftig 20.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Anlage kann rund 80 Prozent des benötigten Wärmebedarfs der Air Base abdecken und somit rechnerisch etwa 20.000 Haushalte versorgen. Das nähere Umfeld der Anlage – wie das Ramsteiner Schwimmbad und die Schule – werden ebenfalls versorgt. Zudem bestehe die Option, künftig das neue US-Hospital und weitere Einrichtungen anzubinden.

Das knapp 800 Quadratmeter große Gebäude ist zwölf Meter hoch, der Kamin dreizügig und 38 Meter hoch. Zwei Pufferspeicher fassen jeweils 180 Kubikmeter Wasser. Drei Module von jeweils 54 Tonnen bringen eine Gesamtleistung von 12.900 Kilowatt. Die thermische Leistung beträgt 12.200 Kilowatt. Energieträger ist Erdgas, rund 3000 Kubikmeter strömen pro Stunde ins Kraftwerk; dies entspricht einer Feuerungswärmeleistung von 30 Megawatt. Der Gesamtwirkungsgrad beträgt 88 Prozent. An Kohlendioxid werden jährlich 20.000 Tonnen eingespart. Die Investitionskosten betrugen 18 Millionen Euro.

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