Kreis Kaiserslautern Bei Trier zugeschlagen

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Das ist zweifelsohne ein großer Ermittlungserfolg für die Landstuhler Polizei: Die Beamten konnten einen Verdächtigen ermitteln, der vermutlich für eine Reihe von Grabdiebstählen verantwortlich ist. Bei einer Durchsuchung im Bereich Trier wurden vor einigen Tagen insgesamt 43 sakrale Gegenstände sichergestellt. Genau beziffern muss den Wert nun ein Sachverständiger. Betroffene können sich bei der Polizei in Landstuhl melden.

Der Hinweis kam aus der Bevölkerung: Die Polizei in Landstuhl erhielt einen Anruf eines Bürgers, dass dessen gestohlene Grabgegenstände im Internet zum Verkauf angeboten werden. Dann kam die Maschinerie ins Rollen. Die Landstuhler Polizei ermittelte, bat schließlich bei der Staatsanwaltschaft Zweibrücken um einen richterlichen Beschluss, um beim Anbieter der Gegenstände die Räume zu durchsuchen. Die Staatsanwaltschaft entsprach dem Antrag. Mit dem Durchsuchungsbeschluss in der Tasche fuhren Beamte der Polizeiinspektion Landstuhl in den Landkreis Trier-Saarburg. Bei einem 39-jährigen Tatverdächtigen konnten die Polizisten zahlreiche Sakralgegenstände sicherstellen. Dabei handelt es sich um 19 Gips- und Keramikstatuen – vorwiegend Madonnen –, die wahrscheinlich aus Kirchen oder Kapellen entwendet worden sind, sowie um zehn Metallstatuen, die vermutlich als Grabschmuck dienten. Außerdem konnten fünf Kruzifixe, vier Grablichter, zwei Holzstatuen, zwei Wandreliefs, sowie eine Steinstatue sichergestellt werden. „Zum Schadenswert können wir derzeit noch nichts sagen, der muss von einem Sachverständigen ermittelt werden“, sagte gestern Gerd Schnarr von der Landstuhler Polizeiinspektion. Allerdings wisse er, dass eine Statue einen Wert von 5000 bis 6000 Euro haben könne. „Ich schätze, dass das alles zusammen ein fünfstelliger Eurobetrag ist“, so Schnarr. In zwei Fällen wurden die rechtmäßigen Besitzer ermittelt und erhielten ihr Eigentum zurück. Jetzt gilt es zudem, die Besitzer der anderen Gegenstände zu finden. Hier bittet die Polizei um die Mithilfe der Bevölkerung. Wem sakrale Gegenstände gestohlen wurden, der soll sich telefonisch bei der Polizeiinspektion Landstuhl melden oder persönlich bei ihr vorbei kommen. „Sollten Sie bisher keine Strafanzeige erstattet haben, erhalten Sie hierzu Gelegenheit“, teilt die Polizeiinspektion mit. Um eine zweifelsfreie Zuordnung der Gegenstände gewährleisten zu können, sei es jedoch von Bedeutung, einen Eigentumsnachweis in Form einer Rechnung, eines Fotos oder einer Identifikationsnummer vorzulegen. „Eventuell befinden sich an Ihren Gegenständen spezielle Merkmale, die eine Identifizierung ermöglichen. Jede Information, die dabei helfen kann, ist wichtig“, so die Polizei. Gerd Schnarr kann deswegen auch noch nicht sagen, ob unter dem sichergestellten Diebesgut auch weiteres aus der Region ist. „Wir hatten hier in der Vergangenheit mehrere Tatorte. Ich könnte mir schon vorstellen, dass unter den Sachen noch mehrere von hier sind“, so Schnarr. (ssl)

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