Kreis Kaiserslautern Balance entsteht mit dem Senkblei in der Hand

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In der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn scheint wohl alles im Lot zu sein − zumindest wenn der Betrachter die Bilder interpretiert, die zurzeit in den Gängen des Verwaltungsgebäudes zu sehen sind. Irakli Kupunia heißt der junge Künstler, der bis Ende Januar seine Werke unter dem Titel „Bildhauerei auf dem Blatt“ präsentiert.

Die Bilder zeigen nach Angaben des russischstämmigen Künstlers „Gedankenexperimente und Variationen in der Kunst der Balance“. Gezeigt werden unter anderem Entwürfe für Skulpturen, bei denen mittels Lotblei oder Senklot nach Strukturen gesucht wird, welche die Spannung zwischen Gravitation und Gleichgewicht soweit stabilisieren, dass sich diese Ideen auch tatsächlich in Skulpturen realisieren lassen könnten. Bei der Vernissage am Montagabend stellte Rainer Ferschinger aus Alsenborn den Künstler vor, der 1992 zusammen mit seinem Zwillingsbruder in Moskau das Licht der Welt erblickte und in Georgien bis zur Hochschulreife die Schulbank drückte. Schon während seiner Jugendzeit war er von der Bildenden Kunst fasziniert. Sie sollte denn auch seinen weiteren Lebensweg entscheidend mitbestimmen. So studierte Irakli Kupunia nach seinem Schulabschluss zwei Jahre lang Bildhauerei an der Kunstakademie in Tiflis, der Hauptstadt von Georgien. Zwischenzeitlich erlaubte ihm ein Stipendium, die Schätze der Renaissance-Kunst vor Ort in der Toscana kennenzulernen. Offen für verschiedene Stilrichtungen der modernen Kunst, bewarb er sich an der Kunstakademie in Düsseldorf, wo er seit dem Wintersemester 2013/14 seine Ausbildung fortsetzt. Die im Enkenbacher Verwaltungsgebäude aufgebaute Ausstellung ermöglicht ganz besondere Einblicke in das aktuelle Schaffen von Irakli Kupunia. Einige der jetzt gezeigten Bilder sind Ergebnisse eines Projekts, bei dem der junge Plastiker mit künstlichem Licht experimentierte. So wird beispielsweise ein offener Kubus derart beleuchtet, dass er seine Dreidimensionalität verliert. Die Mehrzahl seiner Bilder aber interpretieren Kupunias Idee von der „harmonischen Verschmelzung von Naturgesetz und Muse“. (amk)

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