Ramstein-Miesenbach
Auf dem Gelände der Druckerei Paque entsteht ein Seniorenheim mit 95 Plätzen
Die Römerhaus Bauträger GmbH investiert in Ramstein eine Gesamtsumme von etwa 16 Millionen Euro, teilt Geschäftsführer Michael Straub mit. Die Eröffnung des Hauses sei im dritten Quartal 2022 geplant.
Die ehemalige Druckerei Paque, die vor dieser Nutzung als Schwesternhaus und Kindergarten der Gemeinde Ramstein diente, sowie das benachbarte Grundstück waren in Privatbesitz. Derzeit werden die bestehenden Gebäude auf dem rund 4700 Quadratmeter großen Grundstück entkernt und anschließend abgerissen, so Straub. Mit dieser Maßnahme wird Platz geschaffen für einen Gebäudekomplex mit einem Mitteltrakt und einem kürzeren und einem längeren Seitenflügel.
Das Seniorenheim bietet nach Fertigstellung 95 Pflegeplätze, davon 91 Ein-Bett-Appartments und zwei Zwei-Bett-Appartments. Die möblierten Zimmer mit Duschbad sind mit Telefonanlage mit Schwesternnotruf, Fernsehanschluss, Brandmelder und W-Lan ausgestattet. Hinzu kommen Gemeinschaftsflächen wie eine Cafeteria, eine Zentralküche, Therapieräume, Stationspflegebäder, Aufenthaltsräume mit Teeküche sowie weitere Zimmer für Personal und Betrieb. Das Außengelände umfasst Garten-, Wege- und Terrassenanlagen sowie Parkplätze.
Kauf von Appartments schon jetzt möglich
Der Bauträger geht davon aus, dass 60 Mitarbeiter beschäftigt sein werden. Kooperationen mit Kindergärten, Schulen, Vereinen und Gruppen aus dem Ort seien geplant.
Das Haus Josef wird laut Straub für die Dauer von 20 Jahren plus Verlängerungsoption an den zukünftigen Betreiber, die Römergarten Residenzen GmbH in Schifferstadt, vermietet. Für Investoren besteht bereits jetzt die Möglichkeit, eines oder mehrere Appartements zu kaufen.
Auch hinter der Senioren-Residenz Haus Alexander in Kindsbach, die Anfang März eröffnet wird, steht die Römerhaus Bauträger GmbH. „Wir halten die Region generell für interessant und sind immer auf der Suche nach weiteren Standorten“, sagt Straub. Dass die Wahl auf den Stadtteil Ramstein gefallen ist, sei in einer „sehr detaillierten und kritischen Bedarfsanalyse“ begründet, erläutert der Geschäftsführer. Darin fließen unter anderem die Altersstruktur der Bevölkerung, bestehende Einrichtungen und das Vorhandensein einer entsprechenden Infrastruktur ein, wobei der Bedarf das bedeutendste Kriterium darstelle.
Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) sieht in dem Projekt eine Bereicherung für die Stadt. Das Vorhaben verringere den Mangel an Pflegeplätzen. Zudem hofft er, damit Bürger im fortgeschrittenen Alter an ihren Wohnort binden zu können. Denn müssen diese wegziehen, um andernorts betreut zu werden, wirke sich das negativ auf die Gemeindekasse aus.