Kreis Kaiserslautern Ansturm auf Genuss in „Alter Welt“

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„Eigentlich bin ich ja als Springer eingesetzt. Sollte auch an den Ständen Geld einsammeln...“ Nichts war mit Springen; und das Geld musste erst mal liegen bleiben. Otto Braun war festgebunden, musste Forellen rüberreichen am Stand des Gesangvereins. Dort herrschte am Sonntag zur „Schlemmerwanderung“ echter Ansturm – wie an allen zehn Stationen, deren Personal dem großen Appetit der Wandersleut’ mit Wohlschmeckendem abhelfen konnte.

Die Gäste zu zählen – schier unmöglich. „Wir schätzen immer nur“, ließ Wolfgang Pfleger auf die Frage nach der Teilnehmerzahl lieber mal Vorsicht walten. „Gut 5000 Portionen – und es ist wirklich nicht viel übrig geblieben. Gehen wir mal davon aus, dass nicht jeder etwas gegessen hat“, sagte Heimkirchens Ortsvorsteher aber doch, um eine Größenordnung zu skizzieren. Mehr als 5000 Leute müssten demnach unterwegs gewesen sein. Das war für den Organisations-Leiter und seine zahlreichen Mitstreiter mehr als Grund zur Genugtuung. „Wir sind wirklich sehr, sehr zufrieden“, so die Bilanz des Ortsvorstehers. Das hat die etwas enttäuschende Beteiligung der Tour von 2014 vergessen gemacht. Damals hatte es Bindfäden geregnet; immerhin aber waren auch da gut 2000 Leute unterwegs. Vieles jedoch blieb stehen – während die Arbeit jedoch keinesfalls weniger war. Diesmal hat sich der Aufwand hingegen wirklich gelohnt. Das freut natürlich vor allem auch jenen, der „schuld daran“ ist; Wolfgang Pfleger hatte Anregungen aus der Vorderpfalz mitgebracht, wo er gerne selber umher wandert; er hatte die Idee umgesetzt, so etwas auch mal vor der eigenen Haustür zu wagen. Dafür hat es inzwischen mehr als reichlich Lob gegeben. Nach drei Jahren hat sich die Sache nun herumgesprochen, kommen Wanderer auch von weiter her angereist. „Es war toll – wie immer“, stimmte am Sonntag auch Carola Ibrom ein Loblied auf die „Alte-Welt-Tour“ an. Die Leiterin der Tourist-Info in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg freut sich über diese Bereicherung im Terminkalender. „Und ich finde es klasse, was die Gemeinschaft dort leistet. Die stemmen mit viel Engagement eine logistische Groß-Herausforderung. Hut ab!“ Den Hut hatte Stefan Brehm noch auf, als er den steilen Anstieg rechts liegen ließ und den Stand des Gesangvereins am Fischteich ansteuerte, wo auch die Niederkirchener Blaskapelle für Stimmung sorgte. Dem Wörsbacher gefiel es gut: Um sich nicht fern von daheim in frischer Luft zu bewegen, hatte Brehm die Harley in der Garage gelassen. Am Tag zuvor noch waren PS gefragt, da hatte er sein schönes Gefährt aus dem Baujahr 1944 bei der „Kaiserslautern Classics“ präsentiert. Nicht weit hatte es auch Günter Leßmeister aus Otterbach. Beide hielten für einen kurzen Plausch, während die Begleiterinnen schon mal die nächste Station ansteuerten. Neu entdeckt hatte die Schlemmerwanderung Heiner Klein. „Wir wandern jedes Wochenende; sind dann immer acht bis zehn Leute, legen bis zu 20 Kilometer zurück“, erzählte der Morlauterer. Zur Stammtruppe zählten Wanderfreunde, die aus umliegenden Orten stammen. Da sei es naheliegend gewesen, auch mal nach Heimkirchen zu kommen. „Es gefällt uns sehr, sehr gut. Da sollten wir nächstes Jahr wiederkommen“, sah Klein Anlass, schon jetzt eine Wiederholung ins Auge zu fassen. Zumal die Wander-Routen äußerst reizvoll seien. (cha)

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