Kreis Kaiserslautern Anstoß im Sommer 2019

Wie hier in Dirmstein soll demnächst auch in Sembach Fußball-Golf gespielt werden. Der Investor schwankte zwischen Krickenbach u
Wie hier in Dirmstein soll demnächst auch in Sembach Fußball-Golf gespielt werden. Der Investor schwankte zwischen Krickenbach und Sembach. Die Infrastruktur und das passende Areal gaben den Ausschlag.

Nachdem es lange unentschieden gestanden hatte zwischen Krickenbach und Sembach, stellte Investor Oliver Uryszek in der Ratssitzung am Donnerstagabend in Sembach formell den Antrag für den Bau einer Fußballgolf-Anlage. Diesem stimmte das Gremium einmütig zu.

„Die meisten Leute haben mir zum Standort Sembach geraten, weil hier die Infrastruktur viel besser ist“, erklärte Uryszek den Mitgliedern des Ortsgemeinderates. Die Entscheidung habe sich über längere Zeit hingezogen, weil Krickenbach sein Heimatort ist und er einen besonderen Bezug dazu hat. (Wir berichteten mehrfach.) Außerdem hätten die Verhandlungen über das geeignete Gelände dort Zeit gebraucht. Diese seien letztlich gescheitert, weil einer der Verhandlungspartner auf dem Fortbestand seines achtjährigen Pachtvertrages bestanden habe. „In Sembach dagegen hatte mir Herr Hack schon vor einem Jahr ein sehr gut geeignetes Gelände angeboten“, begründete Uryszek seine Entscheidung. Das beim Sportplatz gelegene Areal habe die passende Größe von fünfeinhalb Hektar, und die Auffahrt zur A63 sei in unmittelbarer Nähe. Auf die Frage, wie es mit den Finanzen stehe, meinte Uryszek: „Wenn es nur darum ginge, würde ich sofort loslegen.“ Bis aber alle Behördenangelegenheiten geregelt seien, werde es Oktober werden. „Wenn alles gut geht, kann der Spielbetrieb im Sommer 2019 beginnen“, kündigte der Unternehmer an. Die Ratsmitglieder erteilten einhellig ihre Zustimmung. Das Projekt „Mitfahrerbank“ (wir berichteten mehrfach) stellte Kai Ellenberger dem Sembacher Rat vor. Der Sprecher des Vereins „Mehlingen hilft“ bot den Ratsmitgliedern an, mit Hilfe von Sponsoren für die auffällig bunten Bänke ebenso zu sorgen wie für die Traggestelle, an denen auf Schildern die gewünschte grobe Fahrtrichtung angezeigt werden soll. Ellenberger bat darum, im Ort entsprechend frequentierte Standorte für die Mitfahrerbänke auszusuchen und für ihre Aufstellung die Erlaubnis zu erteilen. Dieser Bitte entsprachen die Ratsmitglieder einstimmig. Beraten wurde auch über eine mögliche Gestaltung des „Pariser Hofs“, ein in Gemeindebesitz befindliches Areal an der Kreuzung von Haupt- und Marktstraße. Als Entwurfsideen stellte Hartmut Jopp vom Büro igr zwei Alternativen vor. Zum einen könnten dort elf Bauplätze für Einfamilienhäuser entstehen. In Größen zwischen 260 und 440 Quadratmetern seien die Parzellen durch sogenannte „Wohnhöfe“ zu erschließen. Im Gegensatz zu den üblichen Straßen würde dadurch eine besondere „Aufenthaltsqualität“ erreicht. Zum anderen seien einige größere Gebäude mit kleineren Wohnungen denkbar. Diese könnten mit seniorengerechter Ausstattung angeboten werden, so der Planer. Zu überlegen sei, ob die Gemeinde das Projekt selbst in die Hand nimmt oder ob ein Investor gesucht werden soll. Mehrere Ratsmitglieder sprachen sich für ein gemischtes Modell aus. Das gemeinsame Wohnen von jungen Familien und Senioren böte eine Reihe von Vorteilen. Außerdem sei wegen der Entwicklung des Gewerbegebiets Wohnraum für Familien gefragt. Ortsbürgermeister Fritz Hack (SPD) betonte, dass es der Gemeinde darauf ankommen müsse, etwas Schönes zu schaffen; das Geldverdienen dürfe nicht im Vordergrund stehen. In den nächsten Monaten sollten mögliche Investoren befragt und zügig entschieden werden, meinte Hack.

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