Kreis Kaiserslautern Anja rief und alle, alle kamen

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Auch beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Weilerbach standen die Situation der Flüchtlinge und das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt. Bürgermeisterin Anja Pfeiffer (CDU) sagte am Donnerstagabend in Eulenbis, die Aufnahme von Asylbewerbern belege „eine Willkommenskultur par excellence“. Dennoch müssten „auch die negativen Facetten“ benannt werden.

„Ja, es gibt auch bei uns Probleme“, räumte die Bürgermeisterin ein. Dazu gehörten „abgetauchte Asylbewerber, vermüllte Wohnungen, Streitigkeiten untereinander und Zweifel über die Herkunft und die Gründe des Asylantrags“. Land und Bund müssten den Kommunen bessere Finanzierungshilfen zur Bewältigung dieser Aufgabe gewähren. „Es müssen gesetzliche Änderungen kommen“, sagte sie. „Es müssen einheitliche Standards eingeführt werden, was Aufenthaltsort, Fingerabdrücke und den Austausch der Behörden angeht.“ Beifall erhielt sie für den Appell: „Keine Toleranz bei Übergriffen und Gewalttaten.“ Zugleich sprach Pfeiffer von „vielen positiven und guten Erfahrungen“ mit den derzeit 127 Asylsuchenden in der Verbandsgemeinde. Sie würdigte die Leistung der „vielen ehrenamtlichen Helfer“ etwa in den „interkulturellen Cafés“ in Weilerbach und Reichenbach-Steegen, in besonders engagierten Familien, den Vereinen, Kirchen- und Ortsgemeinden sowie am „Runden Tisch Asyl“ der VG. Auch im Übrigen besitze das bürgerschaftliche Engagement einen hohen Stellenwert. „Ohne diese Mithilfe wäre vieles im gesellschaftlichen, sportlichen und kulturellen Leben nicht möglich“, betonte die Verwaltungschefin. „Besonderen und herzlichen Dank“ richtete sie an alle Feuerwehrangehörigen. Der Erhalt beider Stellen im Bezirkspolizeidienst, den der Verbandsgemeinderat demnächst in einer Entschließung bekräftigen werde, sei „im Hinblick auf die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen dringend notwendig“. Nach der Pensionierung eines Beamten ist derzeit eine der beiden Stellen im Bezirksdienst unbesetzt. Generell sei das Jahr 2016 neben „spannenden Themen“ und „tollen Projekten“ vor allem von „Herausforderungen“ gekennzeichnet. Unter anderem erwartet sie „in Kürze“ die Pläne für den Baufortschritt des US-Hospitals: „Da müssen wir ganz genau hinschauen, ob unsere Forderungen wie die Radwegeanbindung, die Vierspurigkeit der L369 und natürlich das Nadelöhr am Kreisel in Mackenbach Berücksichtigung gefunden haben.“ Konkretisiert hat sich laut Pfeiffer die Anbindung Rodenbachs an die Umgehung zum Lauterer Industriegebiet Nord. „Tatsächlich Wirklichkeit werden könnte“ nach ihrer Einschätzung der Ausbau der L366 von Reichenbach nach Kottweiler-Schwanden. Die Ausschreibung werde momentan vorbereitet, Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Gestalt an nimmt ferner der Radweg auf der alten Bachbahntrasse. Obwohl bereits Gespräche mit der Bahn und der Stadt Kaiserslautern stattfinden, erwartet die Bürgermeisterin „harte Kämpfe und Verhandlungen“. Immerhin sei bereits ein Zuschuss für den Prädikatswanderweg beantragt, der an die Tradition der Wandermusikanten erinnern soll. Eine Belebung des Fremdenverkehrs könnten weitere Attraktionen auf den Spuren der Kelten ermöglichen. Zudem soll im neuen Jahr die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen und eine Bürgerbeteiligung zur Fotovoltaikanlage auf der Mackenbacher Schule angeboten werden. Der Bürgerbus der Verbandsgemeinde nimmt bereits in der kommenden Woche den Betrieb auf, kündigte Pfeiffer an. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang im Bürgerhaus Eulenbis von Christiane Fritzinger und Mark A. Burdett. (rik)

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