Weilerbach RHEINPFALZ Plus Artikel Amerikanischer Unfallfahrer aus Air-Force entlassen

Hier ist es passiert: Auf der Umgehungsstraße bei Weilerbach kam es 2019 zu dem tödlichen Unfall.
Hier ist es passiert: Auf der Umgehungsstraße bei Weilerbach kam es 2019 zu dem tödlichen Unfall.

Der in Ramstein stationierte US-Soldat, der am 6. Februar 2019 mit seinem Sportwagen einen tödlichen Verkehrsunfall auf der Weilerbacher Umgehungsstraße verursacht hat, ist inzwischen aus der US-Air-Force entlassen worden. Das bestätigte die Pressestelle der Air Base auf RHEINPFALZ-Anfrage. Der junge Mann, der zuletzt den Rang eines Airman Basic bekleidete, halte sich auch nicht mehr in Deutschland auf, so Flugplatzsprecherin Sandra Archer weiter.

Urteil als zu milde empfunden

Der Angehörige der US-Luftwaffe, der zuvor den Rang eines Airman First Class hatte, war Mitte Juli 2020 von einem US-Militärgericht auf der Air Base wegen des Unfalls degradiert, förmlich getadelt und zu zweimonatigem Hausarrest sowie „verschärfter Arbeit“ für drei Monate verurteilt worden. Das Urteil der US-Jury aus Militärangehörigen war in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit als zu milde empfunden worden. Außerdem wurde Kritik laut, dass der zum Unfallzeitpunkt 21-jährige Soldat sich nicht vor einem deutschen Gericht verantworten musste, sondern die Lauterer Staatsanwaltschaft den Fall aufgrund der Übereinkünfte im Nato-Truppenstatut an die US-Militärbehörden abgegeben hatte.

Bei dem Unfall war ein 17 Jahre alter Schüler aus Weilerbach ums Leben gekommen, der in einem dreirädrigen Transporter auf der Umgehungsstraße unterwegs war. Der Sportwagen des Soldaten war wohl nach einem Überholmanöver nicht auf seine Fahrspur zurückgekehrt und krachte in das Gefährt des Gymnasiasten, der noch an der Unfallstelle starb.

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