Ramstein-Miesenbach
Airbase ein Woche Außenposten für F-16 aus Eifel
Rund 100 US-Militärs, die die 15 Meter langen, fünf Meter hohen und mehr als acht Tonnen schweren F-16 normalerweise in der Eifel betreuen, sind diese Woche in Ramstein stationiert. Mitgebracht haben sie alles Gerät, das sie benötigen, um die Airbase vorübergehend als zusätzlichen Standort zu nutzen. Zum Teil übernachten sie auch in Zelten.
Das 52. Jagdgeschwader der US-Luftwaffe stellte am Dienstagmorgen bei einem Medientermin auf der Ramsteiner Airbase das Konzept der Übung vor. Es heißt: „Agile Combat Employment“, kurz: ACE. Auf Deutsch übersetzt: bewegliche Kampfeinsatz-Verwendung. Die Idee ist, die F-16 von einem ausgelagerten Posten – irgendwo in Europa – aus einsetzen zu können – in kürzester Zeit.
Nach Angaben von Luftwaffensprecherin Captain Erin Recanzone ist das 52. Jagdgeschwader nun die erste Einheit der US Air Force in Europa, die das ACE-Konzept voll umsetzt: „Das Ziel ist, die Jets irgendwo hin zu verlegen und mit den Einschränkungen der örtlichen Gegebenheiten zu operieren.“ In der Militärsprache ist dann die Rede von „strategischer Bereitschaft“.
18 Monate Vorbereitungen seien in das Vorhaben investiert worden; eigentlich sei der 1. Oktober das Zieldatum gewesen.
Die Übung stößt – wie bei allem, was auf der Airbase passiert – auch auf Kritik in der Westpfälzer Bevölkerung. In Protestzuschriften an die RHEINPFALZ ist die Rede von „unverantwortlichem Verhalten ausländischen Militärs“. Man sei „fassungslos“.