Kreis Kaiserslautern 125 Parzellen für Häuslebauer

Im Ortsteil Miesau wird auf privatem Grund ein Neubaugebiet ausgewiesen, das Orts- und Verbandsgemeinde gemeinsam mit der Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH aus Mainz erschließen wollen. 125 Parzellen für Häuslebauer werden auf der Gemarkung „Pfuhläcker/Zwerchfeld“ entstehen – aber nicht vor 2017, wie Ortsbürgermeister Klaus Neumann betont.
„Wir haben schon viele Anfragen von Interessenten, aber jetzt ist es noch zu früh“, so der SPD-Politiker. Zunächst müssten die Details geklärt und der Bebauungsplan und die Umlegung abgeschlossen werden. Der Bedarf nach Bauland in der 7500-Einwohner-Gemeinde ist nach seinen Angaben groß. Im alten Baugebiet „Eichenflur/Wolfsdelle“ gebe es nur noch wenige, unattraktive Grundstücke. „Erfreulicherweise haben viele junge Bauwillige in den vergangenen Jahren auch im Altbestand Häuser erworben, abgerissen und neu gebaut“, berichtet er. Aber nun sei die Zeit gekommen, ein Neubaugebiet auszuweisen. Denn dank „einer guten Infrastruktur, die hier in den letzten Jahren aufgebaut wurde und die unter anderem eine Grundschule, Kindertagesstätten und Vereine sowie eine gute ärztliche Versorgung und Geschäfte für den täglichen Bedarf umfasst“, wollten viele Miesauer in ihrem Heimatort bleiben und suchten nach günstigem Grund für ein Eigenheim. „Wir haben keine Sorge, dass wir auf dem Land sitzen bleiben“, sagt der Ortsbürgermeister. Das neue Baugebiet – der Grund gehört laut Neumann einigen wenigen Privatleuten – liegt zwischen Bahnhof-, Pfühl- und Feldstraße in Verlängerung der Böswiesenstraße. Es ist rund neun Hektar groß und soll voraussichtlich in mehreren Bauabschnitten entwickelt werden. „Je nach Nachfrage.“ Ein erster städtebaulicher Entwurf sieht vor, dass etwa 125 Bauplätze für Doppel- und/oder Einzelhäuser ausgewiesen werden. „Mit der Kommunalbau haben wir für diese Aufgabe einen qualifizierten Partner gewonnen, der in den letzten Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz an die 70 Baugebiete – unter anderem auch in Bann – zeitnah, qualitätssicher und kostengünstig erschlossen hat“, betont der Ortsbürgermeister, dass es sich bei Mainzer GmbH um einen „hochseriösen, solventen Partner“ handele. Die Firma werde bis Anfang kommenden Jahres eine detaillierte Bauleitplanung und eine Kalkulation der Erschließungskosten vorlegen, die dann den Grundstücksbesitzern vorgestellt werden soll. Diese sollten dann die Wahlmöglichkeit haben, ihre Grundstücke zu einem einheitlichen Verkaufspreis zu veräußern oder sich in der Umlegung Baugrundstücke zuteilen zu lassen. Im zweiten Fall sei der Abschluss eines so genannten „Kostenerstattungsvertrages“ mit der Kommunalbau erforderlich, in dem sich die Eigentümer verpflichten, die auf ihre späteren Baugrundstücke entfallenden anteiligen Erschließungskosten zu tragen. Bevor Parzellen in dem Neubaugebiet erworben werden können, muss zudem ein rechtskräftiger Bebauungsplan auf dem Tisch liegen und die Umlegung abgeschlossen sein, bittet Klaus Neumann mögliche Interessenten um Geduld. „Das dauert eben seine Zeit. Vor 2017 werden wir wohl nicht fertig sein.“ (oef)