Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Über 70 Vereine und Institutionen bieten Spaß und Infos am Familientag

Der TV 03 Ramstein zeigte am Samstag beim Familientag des Landkreises mit seiner Cheerleader-Gruppe sein können. Von links: Tome
Der TV 03 Ramstein zeigte am Samstag beim Familientag des Landkreises mit seiner Cheerleader-Gruppe sein können. Von links: Tomes Buffery, Fabian Verstraaten (unten) und Alexa Streissel.

Spiel, Spaß, Vorführungen und Mitmachaktionen an über 70 Ständen: Beim Familientag des Kreises rund um das Congress Center Ramstein (CCR) kamen die Kleinen groß raus. Unter anderem auch die Frage nach dem nächsten „Bienionär“ wurde geklärt.

Die Corona-Krise hat bislang Eltern und Kindern eine ganze Menge abverlangt. Über viele Monate war die tägliche Routine gestört, - keine Kita oder normaler Schulunterricht, kein Fußballtraining, keine Tanzstunde oder Freunde treffen. Um Familien mit ihrem Nachwuchs einen gemeinsamen Tag mit Spaß und Action zu bieten, führte der Landkreis Kaiserslautern, unter der Schirmherrschaft von Landrat Ralf Leßmeister und Stadtbürgermeister Ralf Hechler, zum ersten Mal am Samstag den Familientag durch. Die Idee dazu stammte von der Kreisjugendpflegerin Petra Brenk, die sich mit den Folgen für Kinder und Jugendliche durch die Einschränkungen von Corona befasste.

Thomas Müller und Bettina Redenbach aus Trippstadt waren mit ihren drei Kindern Marie (8), Marlon (11) und Marlene (6) angereist. Bettina Redenbach arbeitet in der Schulsozialarbeit der Kreisverwaltung und betreute an diesem Tag auch den Stand am Busbahnhof. „Schön, dass die Vereine Gelegenheit haben, sich und ihre Arbeit vorzustellen“, betonte Redenbach, wie wichtig das Angebot ist. Der Tanzsportverein Ramstein, der mit einem breiten Tanzangebot für alle Altersgruppen und Nationalitäten wirbt, sprach im unteren Foyer des CCR mit „Just Dance“ die Kinder an. „Wir wollen die Kinder heute bespaßen“, meinte Trainer Günter Messmer.

Auch die Rettungshundestaffel ist zu Besuch

Logan aus Rodenbach führte mit Schwung die angeleiteten Tanzübungen aus. Der Grundschüler hatte sich zuvor bereits beim TV 03 Ramstein im Bogenschießen versucht. Max Reis aus Ramstein ist mit seinen 15 Jahren Deutschlands jüngster Rennfahrer und fährt mittlerweile in der Formel 4. Ein ganz besonderer Hingucker war sein Formel-König Rennwagen.

Direkt nebenan hatte die BRH Rettungshundestaffel aus Kaiserslautern ihren Stand. Zugführerin Katharina Clemens und ihr zehnköpfiges Team waren mit fünf Spürnasen am Platz. Viele Kinder liebten es, die Hunde zu streicheln, die sich durch den Trubel nicht irritieren ließen. Auf der Bühne vor dem CCR-Eingang spielte die Formation „Bube, Dame, Böhmisch, Brass“ aus Ramstein-Miesenbach mit schwungvoller Blasmusik auf. Neben vielen anderen Programmpunkten wurde hier auch an die Wendelinus-Grundschule der Ehrenpreis für die Teilnahme am 2. Ramsteiner Löwen-Cup, eine Tanz-Challenge für Kids und Jugendliche bis 17 Jahre, verliehen.

Zahlreiche Besucher schon zur Mittagszeit

Ein großes gastronomisches Angebot flankierte die beiden Plätze in der Innenstadt. Bereits um die Mittagszeit strömten die Besucher zahlreich zu der Veranstaltung. Das Angebot an Ständen war riesig. Verschiedene Sportarten, die Jugendfeuerwehr und das Jugendrotkreuz, zahlreiche verschiedene musikalische Darbietungen sowie Informationsstände von Hilfseinrichtungen präsentierten sich. Für Natur und Umwelt waren Anna Schaaf und ihr Team von der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) angetreten. Steffi Laux, Vorsitzende des Imkerverein Bruchmühlbach-Miesau, bastelte mit ihren Besuchern Karten aus Bienenwachs und leitete die Herstellung von Saatbomben, kleinen runden Kügelchen mit Wildblumensamen, an. „Wer wird Bienionär?“ fragte Julius Heß aus Ramstein. Mittels eines Quiz am Laptop wollte er spielerisch das Interesse von Nachwuchsimkern wecken.

Familientag jetzt jedes Jahr?

Landrat Ralf Leßmeister zeigte sich erfreut, als er in Begleitung von Elke Schott, vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, über den Platz schlenderte. „Die Veranstaltung übertrifft alle Erwartungen“, bilanzierte er. Leßmeister kann sich vorstellen, „den Tag der Familie im jährlichen Wechsel in unseren Verbandsgemeinden anzubieten“. Dazu hatte der Organisator Joachim Felka bereits Möglichkeiten geschaffen, die zukünftig die Organisation für weitere Anbieter in den Verbandsgemeinden vereinfachen sollen.

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