Reichenbach-Steegen
Ärger über mangelnde Sauberkeit und Grünflächenpflege
Am 26. August berichtete die RHEINPFALZ, dass zum Ärger einer Anwohnerin eine örtliche Blumenwiese gemäht wurde, um Parkplätze für ein Fußballturnier zu schaffen. Für Turniere des VfB Reichenbach-Steegen sei bisher immer ein Auge auf genügend Parkmöglichkeiten geworfen worden, sagt Häßel. Und: „Die betreffende Wiese aus dem Artikel wurde jedoch nach dem Turnier gemäht!“ Das Besucheraufkommen sei auch so gering gewesen, dass die Naturfläche als Stellplatz gar nicht benötigt worden sei. „Als Anwohner der Schulstraße war ich über das Abmähen dort auch sehr verärgert, da es in der Straße pflegebedürftige Stellen hat, welche verkommen“, schreibt Häßel.
„Sehe Gemeindearbeiter viele Pausen machen“
Die mangelnde Pflege der Grünflächen im Ort sei für ihn und auch für viele Mitbewohner das größte Ärgernis. Auf Nachfrage weist der Anwohner der Schulstraße auf die Verantwortung der Gemeinde und des Ortsbürgermeisters hin. „Ich sehe die Gemeindearbeiter viele Pausen machen.“ Da gehe nichts voran. Die Arbeiten müssten einfach besser koordiniert werden. In der Gemeinde gebe es eine ganze Reihe Leute, die darüber Buch führten, wann und wo gearbeitet werde.
„Der Wochenendplatz in der Tiefenbach wird in großen Teilen von mir persönlich gemäht, die Gemeinde müsste nur die Mülleimer und mit der Sense die Bänke freihalten – nicht passiert! Ich erledige dies als ehrenamtliches Werk mehrfach im Jahr, um die Fläche nutzbar zu halten.“ Man müsse die Pflege der Sitzgelegenheiten sowie das Leeren der Mülleimer mehrfach anmahnen – auch um die Kotstationen herum oder die gepflasterten Stellen in der Schulstraße. Das Mähen um die Kotstationen sei jetzt halbherzig erledigt worden, aber Mähgut fliege überall umher, das Pflaster werde weiter von Unkraut vereinnahmt – am Wochenendplatz und an anderen Stellen.
„Das ist seine Sicht der Welt“
„Was Herrn Wagner betrifft, so habe ich auch noch folgendes Problem mit ihm als Bürgermeister dieser Kommune“, erklärt Häßel weiter. Er treffe eigenmächtige Entscheidungen am Gemeinderat vorbei und gebe Geld der Ortsgemeinde aus. Dies gelte sowohl für das Anlegen des „behindertengerechten“ Weges am Friedhof wie auch für Absperrpoller an einem Parkplatz, welche so nicht benötigt würden, aber an anderer Stelle fehlten.
„Das ist seine Sicht der Welt“, erklärt Ortsbürgermeister Dirk Wagner (SPD) auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Es müsse aber deutlich gesagt werden, „dass wir noch ganz andere Probleme in Reichenbach-Steegen zu lösen haben“. Es werde von der Gemeinde ja zusätzlich eine weitere Kraft beschäftigt, um die Grünflächen in Ordnung zu halten. Es sei doch aber bekannt, dass es in diesem Jahr unter den gegebenen Wetterverhältnissen allerorten schwierig sei, mit dem Schnitt nachzukommen. Und was das Mähen der Wiese angehe, so könne er nur sagen, dass die Gemeinde natürlich vor Beginn des Turniers dort tätig geworden sei, um das Abstellen der Fahrzeuge zu ermöglichen. Und ja: Ein Bürgermeister dürfe durchaus Geld innerhalb bestimmter Grenzen ausgeben, den Gemeinderat einzuschalten. Und genau das sei im Fall des behindertengerechten Weges wie auch hinsichtlich der Poller geschehen.