Kreis Germersheim „Zwischen den Lastwagen wird gegrillt“

91-77745855.jpg
Wörth

. Eine lange Lkw-Reihe, abendliche Lagerfeuer, zwischen den Lastwagen wird gegrillt, der Müll zieht Ratten an: Jürgen Klose, Leiter des Globus Baumarktes, sieht in der DLW-Straße hinter dem Maximilian-Center dringenden Handlungsbedarf. Die Stadt Wörth überlegt deshalb dort den Randstreifen mit Pfosten zu sperren. Ansonsten werden parkende Lastwagen im ganzen Stadtgebiet kontrolliert, auch an den Wochenenden. Das Problem ist nicht neu: „In der DLW-Straße parken seit Jahren Lkw“, so Klose. Dabei hinterlassen die Fahrer Unmengen an Müll auf den angrenzenden Grünflächen. Dieser Müll gefährde nicht nur die Umwelt, er ziehe auch Ratten an. „Es handelt sich nur um eine Frage der Zeit bis die Tiere in die angrenzenden Geschäfte einfallen“, so Klose. In den Sommermonaten wurde zudem öfter beobachtet, wie die Fahrer am Abend Lagerfeuer machten und zwischen den Fahrzeugen grillten. Hinzu komme, dass gegen Abend sich immer mehr Lkw-Fahrer diese Straße trotz Halteverbot als Raststätte für die Nacht aussuchen. Die Lkw belagern so fast eine komplette Fahrspur. Im Kurvenbereich versperren die parkenden Lkw zudem die Sicht auf den Gegenverkehr. Dies habe schon zu vielen gefährlichen Situationen geführt, so Klose. Denn der Gegenverkehr werde erst sichtbar, wenn sich der Autofahrer schon auf der Gegenfahrbahn befindet. Ein Ausweichen sei nur auf dem gegenüberliegenden Gehweg möglich. „Dies ist nicht nur eine Gefährdung für die Mitarbeiter der Geschäfte im Maximilian-Center, sondern auch für die Kunden, die dort entlang fahren“, so Klose. Einen „enormen Parkdruck“ hat auch die Stadtverwaltung in der DLW-Straße registriert. Deshalb habe die Stadt auch das Parkverbot angeordnet. Dass die Fahrer sich nicht daran halten, sei dem Zwang geschuldet, dass sie ihre Standzeiten einhalten müssen. Die Kontrollen seien teilweise schwierig: Wenn die Fahrer in ihren Kabinen sind, reagieren sie nicht. Werden sie wach angetroffen, scheitern die Belehrungen oft an der Sprachbarriere. Jetzt denkt die Stadtverwaltung darüber nach, die Randstreifen mittels Leitpfosten abzugrenzen und so das Parken zu verhindern. Im Gewerbegebiet Niederwiesen werden ebenfalls Lastwagen abgestellt. Dauernutzungen seien der Stadtverwaltung aber nicht bekannt. In Wohngebieten würden Lastwagen nur gelegentlich geparkt. Unzulässig sei dort das regelmäßige Abstellen von Lastwagen zwischen 22 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. In den vergangenen zwei bis drei Jahren sei deshalb schon mehrfach Verwarnungsgeld verhängt worden. Das gleiche gelte für den Bereich um die Festhalle, wo vor etwa zwei Jahren das Abstellen von Lastwagen verboten wurde. Insgesamt habe sich die Situation entspannt, es werde aber weiter kontrolliert. Letzteres gelte auch für den Bereich unter der Rheinbrücke. Dort stünden mittlerweile nur noch selten Lastwagen. Verbessert habe sich auch die Situation bei der Esso-Tankstelle beim Bahnhof. Dort wurden Halteverbotszeichen montiert, es wird regelmäßig kontrolliert. Auch am Wochenende können die Lastwagenfahrer nicht machen was sie wollen: „Die Dienstpläne sehen regelmäßige Kontrollen auch an Samstagen und Sonntagen vor“, so die Stadtverwaltung. (lap)

91-77745856.jpg
x