Kreis Germersheim Zweiter Zug für Aniliner ab Wörth

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Kreis Germersheim: Die „Durststrecke“ für Aniliner, die mit dem Zug in die BASF fahren, hat ein Ende. Ab Fahrplanwechsel Dezember 2017 wird es laut Zweckverband Schienenpersonennahverkehr wieder die zweite umsteigefreie Verbindung ab Wörth geben.

Mit der Ankündigung der zweiten umsteigefreien Zugverbindung Wörth-BASF im Berufsverkehr reagierte der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) auf Forderungen des Verkehrsforums Südpfalz. Diese Verbindung, die es schon einmal gab, werde aber neue Abfahrtszeiten haben, teilte ZSPNV-Pressesprecher Fritz Engbarth mit. Engbarth: „Wir freuen uns, dass die Initiative sich um die Verbesserung des Bahnverkehrs bemüht und dürfen mitteilen, dass der Zug sowieso wieder eingeführt wird.“ Die angekündigte Unterschriftenaktion des Verkehrsforums für die Wiedereinsetzung des zweiten BASF-Zuges sei also überflüssig. Das Verkehrsforum Südpfalz hatte kritisiert, dass die Verbindung mit der Stadtbahn und Umstieg in Germersheim wegen ständiger Verspätungen der beteiligten Züge nicht funktioniere. Diese morgendliche Umsteigeverbindung mit der Stadtbahn ist laut ZSPNV aber nur eine Zwischenlösung und dem Umstand geschuldet, dass die alten Dieseltriebwagen nach und nach das Ende ihrer Nutzungszeit erreicht haben und nicht mehr in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Mit der DB Regio sei ohnehin vertraglich vereinbart, dass diese den Zug mit den runderneuerten ET 425 (Foto) ab Dezember 2017 wieder übernimmt und durchgehend bis Ludwigshafen anbietet, sagte Engberth. Damit verbunden werde auch eine Beschleunigung des Angebotes. Es sei vorgesehen, dass der Zug bei gleicher Ankunftszeit in Ludwigshafen statt um 6.14 Uhr dann um 6.23 Uhr in Wörth abfährt. Auch der derzeit einzige durchgehende DB-Zug von Wörth in die BASF werde danach beschleunigt: Statt heute um 5.36 Uhr soll er zukünftig um 5.46 Uhr in Wörth abfahren. Das werde möglich, weil die Elektrotriebwagen gegenüber den 30 Jahre alten Dieseltriebwagen eine verbesserte Fahrdynamik (beschleunigen, bremsen) aufweisen. Eine Einschränkung macht Engberth dennoch: Beide Verbesserungen stünden unter dem Vorbehalt, dass die DB Netz den Fahrplananpassungen zustimmt. Zu berücksichtigen sei auch, dass während der Bauphase zur Elektrifizierung der BASF-Strecke für den Streckenabschnitt im Werk veränderte Fahrzeiten notwendig werden.

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