Kreis Germersheim Zwei Gemeinden geben sich das Ja-Wort

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Mit einem 230.000 Euro dicken Scheck vom Land wird die Kooperation der Verbandsgemeinden Kandel und Hagenbach noch einmal erweitert. Staatssekretärin Heike Raab (SPD) vom Innenministerium überreichte den Bürgermeistern Volker Poß (SPD/Kandel) und Reinhard Scherrer (SPD/Hagenbach) in Kandel einen entsprechenden Förderbescheid.

Das Geld dient der Unterstützung der Kooperationsprojekte und der Bürgerbeteiligung. Zudem unterzeichneten die Staatssekretärin und die beiden Bürgermeister sowie der Vertreter des Kommunalen Beratungszentrums (KOBRA) in Landau, Tobias Baumgärtner, eine Kooperationsvereinbarung als gemeinsame Arbeitsgrundlage. Innerhalb von Rheinland-Pfalz sind sechs solcher Modellprojekte entstanden. Die beiden Verbandsgemeinden wollen in den nächsten Jahren Formen der Zusammenarbeit erproben und voneinander lernen. „Wir werden damit auch kommunale Bürgerbeteiligung erproben, den Bürgerdialog pflegen,“ so die Staatssekretärin. Aus den Gesprächen der zweitägigen Tagung der Projektteilnehmer aus dem ganzen Land in Kandel und Hagenbach habe sie eine „super Resonanz und tolle Rückmeldungen“ erhalten. Der Austausch der Kommunen habe schon gezeigt, wie viele großartige Ideen eingebracht und von anderen übernommen werden können. Die Verbandsgemeinden Kandel und Hagenbach seien sehr gute Beispiele für den Mut zu Veränderungen. Das bestätigte auch Poß: „Das Projekt bringt uns zusammen.“ Er verwies dabei auf die ersten Erfolge der Zusammenarbeit im Bereich der Feuerwehren, wo bereits bei der Wartung und Reinigung von Atemschutzgeräten gemeinsame Sache gemacht werde und sich auch die Feuerwehr in Jockgrim diesem Projekt angeschlossen habe. Scherrer ergänzte: „Wir bekommen viele Impulse von anderen, woraus wir etwas machen können.“ Die beiden Verbandsgemeinden werden jetzt außer im Bereich Feuerwehren auch in den Bereichen Tourismuskonzept, EDV/Informationstechnologie (Internetplattform, Homepage) sowie „Benchmarking“ (Bewertung von öffentlichen Flächen, Gebäuden und Einrichtungen) zusammenarbeiten. Dabei soll die Bürgerbeteiligung eine große Rolle spielen. „Wir sehen uns immer wieder mit verschiedenen Problemstellungen konfrontiert, die einer einzelnen Verbandsgemeinde große Anstrengungen abverlangen, die aber gemeinsam effizienter, kostengünstiger und in höherer Qualität erledigt werden können“, meinten Poß und Scherrer. Stadtbürgermeister Günther Tielebörger (SPD) hatte die Gäste begrüßt und freute sich ebenfalls über den Zuwendungsbescheid des Landes: „Auch die Stadt Kandel wird davon profitieren“, sagte er. (jopa)

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